Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Vorsorge-Portfolio bewusster zu strukturieren. Bisher habe ich eine private Krankenversicherung und eine grundlegende Haftpflicht, aber bei den vielen Versicherungsoptionen verliere ich schnell den Überblick – und vor allem das Budget.
Mein Ansatz ist normalerweise eher analytisch: Wenn ich in Seltene Erden investiere oder meine Investitionsstrategie optimiere, rechne ich mir jedes Detail durch. Das möchte ich jetzt auch bei Versicherungen machen, ohne am Ende drei Policen zu haben, die sich gegenseitig widersprechen oder doppelte Leistungen erbringen.
Meine Frage: Wie baut ihr euer Vorsorge-Portfolio auf, ohne dabei unnötige Doppeldeckungen zu schaffen? Welche Kombinationen haben sich bei euch bewährt? Und – ganz praktisch – wie findet ihr heraus, ob eine Versicherung wirklich eine Lücke schließt oder einfach nur teuer ist?
Habe hier im Forum schon viel über einzelne Versicherungen gelesen, aber eine systematische Anleitung zum richtigen Kombinieren wäre sehr hilfreich.
Danke für eure Erfahrungen!
Als Rentner muss ich sagen: Das Thema wird oft viel komplizierter gemacht als es ist. Das Wichtigste ist, dass die Grundversicherungen laufen und du nicht an der falschen Stelle sparst. Bei älteren Menschen sehe ich oft, dass sie zu viele spezialisierte Policen haben, die sich überschneiden. Besser: regelmäßig überprüfen und konsolidieren.
Ich bin da ehrlich gesagt noch unsicher. Habe mir das Thema BU angeschaut, bin aber nie richtig reingekommen. Marcus, deine Frage hilft mir aber weiter – systematisch vorgehen klingt logisch. Vielleicht sollte ich erst mal meine bisherigen Versicherungen auflisten und dann überlegen, was wirklich fehlt, statt neue abzuschließen. Danke für den Gedankenanstoß!
Marcus, da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Die Versicherungsbranche verspricht dir gerne, dass jede Police unverzichtbar ist – stimmt aber oft nicht. Meine Erfahrung: Erst bestandsaufnahme machen, dann gezielt Lücken schließen, statt einfach wild zu kombinieren.
Bei der BU-Versicherung etwa: Wenn dein Arbeitgeber schon eine Erwerbsminderungsrente zahlt, ist eine private BU nicht automatisch sinnvoll. Gleiches bei Unfallversicherung – viele denken, sie brauchen eine, obwohl die gesetzliche Unfallversicherung bei Berufsunfällen längst greift.
Mein Rat: Schreib auf, was dich finanziell ruinieren würde, wenn es eintritt. Das sind deine echten Lücken. Alles andere ist Schnickschnack.
Guter Punkt, Rolf. Bei mir war es ähnlich – ich habe vorher jeden Monat Hunderte für Versicherungen bezahlt, die ich gar nicht brauchte. Als ich dann anfing zu tracken und meine Fixkosten systematisch zu senken, habe ich auch die Versicherungen genauer angeschaut.
Meine Strategie: Kombiniere nur Versicherungen, die unterschiedliche Risiken abdecken. Also nicht BU und Erwerbsminderungsrente parallel, sondern eher: Haftpflicht (muss sein), dann schauen, wo wirklich eine Lücke ist. Bei mir war es letztendlich eine Krankenversicherung mit adäquatem Schutz und gut. Der Rest läuft über die Immobilien-Cashflows ab – passt einfach besser zu meinem Vermögensaufbau.