Hallo zusammen, ich bin gerade in den Ruhestand gestartet und beschäftige mich natürlich jetzt intensiver mit meinen Finanzoptionen. Bisher hab ich immer gedacht, mit der gesetzlichen Rente bin ich gut versorgt – aber jetzt sehe ich in meinem Versicherungscheck, dass da durchaus noch Lücken sind.
Meine Frage: Ich bekomme monatlich rund 2.100 Euro Rente und habe etwas Ersparnisse, mit denen ich noch arbeiten kann. Lohnt es sich, jetzt noch in eine zusätzliche Rentenversicherung einzusteigen? Oder sollte ich lieber einen ETF-Sparplan starten? Ich habe im Netz gelesen, dass die Renditen bei ETFs mittelfristig besser sind als bei klassischen Rentenprodukten – stimmt das wirklich?
Für mich sind vor allem zwei Dinge wichtig: Sicherheit und regelmäßige Einnahmen für meine alltäglichen Ausgaben. Ich möchte wissen, ob eine klassische Rentenversicherung mit meinem Budget überhaupt noch Sinn macht oder ob ich mit ETFs flexibler bin.
Danke für eure Erfahrungen!
Gerhard, das ist eine sehr berechtigte Frage – und ich sehe hier das klassische Dilemma vieler Rentner. Aus meiner langjährigen Erfahrung im Bankwesen kann ich dir sagen: Mit 63 im Ruhestand ist der Abschluss einer klassischen Rentenversicherung meist nicht mehr sinnvoll. Der Grund ist einfach – die Laufzeit ist zu kurz, um sich die hohen Verwaltungskosten zu amortisieren.
Ein ETF-Sparplan bietet dir deutlich mehr Flexibilität. Du kannst monatlich selbst entscheiden, wie viel du investierst, und bei Bedarf jederzeit Geld entnehmen. Allerdings musst du bereit sein, kurzfristige Marktbewegungen zu akzeptieren. Wenn dein Fokus auf regelmäßigen Einnahmen liegt, könntest du auch ein gemischtes Modell fahren: kleine Sparpläne für längerfristige Ziele und einen Teil in Festgeld für die nähere Sicherheit.