Hallo zusammen,
ice bin seit etwa drei Jahren pensioniert und beschäftige mich immer noch gerne mit Finanzthemen – besonders mit modernen digitalen Lösungen. Neulich bin ich über eine FinTech-App gestolpert, die auch Altersvorsorgeoptionen vergleicht, und das hat mich zum Nachdenken gebracht.
Meine Frage: Macht es in meiner Situation überhaupt noch Sinn, über Rürup oder Riester nachzudenken? Ich lebe von meiner Pension und habe noch ein wenig Spielraum für zusätzliche Sparbeiträge. Bisher habe ich mich hauptsächlich auf ETF-Sparpläne und Tagesgeld konzentriert – das liegt mir einfach näher als klassische Versicherungsprodukte.
Was ich aber nicht ganz durchschaue: Wenn man bereits im Ruhestand ist, bringen einen die Steuervergünstigungen von Rürup überhaupt noch etwas? Und bei Riester – gilt das nicht eher für Arbeitnehmer?
Würde mich über praktische Erfahrungen freuen, besonders von denen, die sich damit auskennen.
Viele Grüße,
Karl-Heinz
Hi Karl-Heinz, super dass du dich damit auseinandersetzt! Ich bin noch relativ neu hier im Forum und beschäftige mich gerade selbst mit verschiedenen Sparoptionen. Aber eines habe ich schon gelernt: Für Pensionäre gelten ganz andere Regeln als für Berufstätige. Vielleicht lohnt sich ein Blick in deine aktuelle Steuersituation – manchmal gibt es da Optimierungspotenzial, auch ohne klassische Rentenversicherungen. Hast du mal mit einem Steuerberater gesprochen?
Karl-Heinz, gute Frage! Ich bin viel unterwegs und kenne mich eher mit Versicherungs-Mix aus beruflicher Perspektive aus – hab dazu auch schon hier gepostet. Aber zum Thema Rürup/Riester im Ruhestand: Das würde ich eher als akademisch abhaken. Dein Alter und deine aktuelle Einkommenssituation sprechen nicht dafür. Spar lieber konsequent in den flexiblen Lösungen, die du ohnehin bevorzugst.
Hallo Karl-Heinz,
du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ehrlich gesagt: Wenn du schon pensioniert bist, ist die Rürup-Rente für dich eher nicht relevant. Die Steuervergünstigungen helfen hauptsächlich während der Erwerbstätigkeit – du kannst die Beiträge von der Steuer absetzen. Im Ruhestand ist das praktisch sinnlos.
Riester ist ohnehin nicht für dich gedacht. Das ist ein Produkt für Arbeitnehmer und Beamte, die vom Arbeitgeber-Zuschuss profitieren können. Ohne Anspruch auf die Förderung zahlst du einfach drauf.
Wenn du noch Spielraum hast und gerne digital unterwegs bist, bleib doch bei deiner ETF-Strategie. Das ist flexible, transparent und du siehst genau, wo dein Geld fließt. Viel wichtiger ist jetzt eine kluge Entnahmestrategie aus deinem Portfolio – nicht unbedingt Neuaufbau von Vorsorge.
Grüße,
Markus
Kurz noch ein Follow-up zu meinem ersten Post: Die ETFs sind wirklich deine beste Option – kein langer Bindungszeitraum, keine Verwaltungsgebühren wie bei klassischen Produkten. Und du kannst flexibel auf Marktchancen reagieren.