Hallo zusammen,
ich bin IT-Consultant und habe aktuell wenig Zeit für tiefe Finanzrecherche. Gerade merke ich, dass ich verschiedene Versicherungen habe – gesetzliche Rentenbeiträge, eine private Rentenversicherung, dazu noch eine alte Berufsunfähigkeitsversicherung – und ich habe ehrlich gesagt den Überblick verloren, ob das sinnvoll zusammenpasst oder ob ich da Geld verschleudere.
Meine Frage: Wie kombiniere ich mehrere Vorsorgeversicherungen richtig, ohne dass sich eine überschneidet oder Lücken entstehen? Gibt es da eine Art Grundstruktur, an die ich mich halten sollte? Und wie priorisiere ich das Ganze, wenn ich nicht jeden Monat viel extra beiseitelegen kann?
Besonders interessiert mich auch, ob automatisierte Sparpläne parallel zu klassischen Versicherungen sinnvoll sind oder ob ich da "doppelt" anlege.
Danke für eure Erfahrungen!
Hm, also ich bin da eher skeptisch – viele versicherungsberater verkaufen gerne ne zweite und dritte Versicherung, wenn die erste nicht passt. Hast du dir auch angeschaut, was die einzelnen bereits decken?
Stefan, nach 20 Jahren im Bankwesen kann ich dir folgendes mitgeben: Das Problem ist nicht die Anzahl der Versicherungen, sondern dass sie oft isoliert abgeschlossen werden.
Die richtige Strategie ist, eine Gesamtvision zu haben: Mit wie viel monatlich willst du im Ruhestand leben? Was deckt die gesetzliche RV ab? Den Rest machst du mit privater RV und/oder ETF-Portfolio. BU ist eine separate Risikoschutz-Sache – da brauchts keine Redundanz.
Rentenversicherungen mit unterschiedlichen Renteneintrittsaltern sind tatsächlich clever – ein Teil mit 63, ein Teil mit 67. Das gibt dir Flexibilität. Parallel ein ETF-Sparplan? Ja, absolut. Der diversifiziert und gibt dir mehr Rendite als reine Versicherungen.
Mein Ratschlag: Lass dich einmal beraten (kostenlos bei vielen Verbänden), bekommst dann einen persönlichen Plan. Das spart später Fehler.
Das ist tatsächlich ne gute Frage, Stefan. Als IT-Consultant mit vollem Kalender würde ich dir auch empfehlen, das digital zu tracken – eine Excel-Vorlage oder App, die du aktualisierst, spart dir später Zeit.
Ich teste da regelmäßig neue Tools: So eine Übersicht (Versicherung → Prämie → Renteneintritt → Deckungsziel) lässt sich elegant automatisieren. Das spart auch bei der jährlichen Überprüfung Zeit.
Und ja, automatisierte Sparpläne parallel sind nicht doppelt – sie sind die Ergänzung. Klassische Versicherungen sind Zwangssparen mit garantierter Rente. ETF-Sparpläne geben dir Flexibilität und Rendite. Zwei unterschiedliche Dinge, die gemeinsam sinnvoll sind. Probier es aus!
Stefan, guter Ansatz, das durchzuleuchten. Ich hab vor Jahren auch bemerkt, dass ich mehrere Versicherungen parallel zahle, ohne System dahinter.
Das Wichtigste: Unterscheide zwischen Risikoschutz (BU, Haftpflicht) und Vermögensaufbau (private RV, ETF-Sparplan). Die sollten sich nicht überschneiden, sondern ergänzen.
Bei mir sah es dann so aus: Klassische RV als Basis, dazu BU separat, und den Rest über Sparpläne. Ich hab damit meine monatlichen Fixkosten deutlich optimiert – war nämlich vorher auch chaotisch verteilt.
Wenn du konkrete Versicherungen durchleuchten willst, würde ich auch alle Verträge raussuchen und die Laufzeiten + Renteneintrittsalter checken. Da verstecken sich oft überraschungen.
Detaillierter gerne beim nächsten Mal. Das ist echt wichtig, vorher nicht grübelnd handeln.