Mich beschäftigt eine grundsätzliche Frage zur BU-Versicherung, die über die klassischen Pro-Contra-Listen hinausgeht. Ich bin jemand, der hinterfragt, ob ich mein Geld wirklich dort anlege, wo es mir später den größten Nutzen bringt – und da bin ich mir bei der BU nicht sicher.
Klar, die Theorie ist einleuchtend: Wenn ich nicht arbeiten kann, sichert mich die BU ab. Aber praktisch gefragt: Wie realistisch ist es wirklich, dass ich die Leistung ausgezahlt bekomme? Die Versicherer haben ja einen starken Anreiz, Fälle abzulehnen. Und: Lohnt sich eine BU finanziell, wenn ich parallel in einen ETF-Sparplan einzahle und so meine Arbeitskraft ohnehin diversifiziere?
Mich interessiert weniger die emotionale Sicherheit als vielmehr: Welche echten Szenarien gibt es, in denen die BU 2026 besser performt als eine Eigenvorsorge-Strategie? Und zu welchen Kosten? Ich vermute, viele Leute zahlen jahrelang ein und bekommen nie einen Cent raus.
Wie handhabt ihr das? Habt ihr BU abgeschlossen oder bewusst gegen klassische Versicherungen entschieden?
Werner K., das ist eine absolut berechtigte Frage. Ich hab das ähnlich durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die BU für mich trotzdem Sinn macht – aber nicht aus emotionalen Gründen, sondern weil die Szenarien konkret sind.
Klar, viele zahlen ein Leben lang nichts ein. Aber sobald du einen längeren Ausfall hast – Burnout, Rückenschaden, psychische Erkrankung – geht es schnell um 50-70% deines Einkommens für Jahre. Ein ETF-Sparplan bringt dir da nichts, wenn du gerade nicht arbeiten kannst und Lebenshaltungskosten zahlen musst.
Der Knackpunkt bei Ablehnungen: Das passiert tatsächlich, aber oft bei schlechten Verträgen oder unklaren Diagnosen. Mit nem soliden Vertrag und guter Dokumentation ist die Quote deutlich höher als viele denken.
Meine Strategie: Moderate BU-Rente (2.500€) abgeschlossen, Rest in ETF. So hab ich den echten Worst-Case abgesichert, ohne auf hohe Renditen zu verzichten. Das fühlt sich für mich rational an.