Hey zusammen,
ich bin 26 und möchte endlich strukturiert anfangen zu sparen und zu investieren. Aktuell verdiene ich solide, aber relativ neu in meinem Job. Meine Frage: Wie viel Notgroschen sollte ich vorher aufbauen, bevor ich anfange, regelmäßig in ETFs zu sparen?
Ich lese überall unterschiedliche Empfehlungen – manche sagen 3 Monatsgehälter, andere 6. Bei mir würde das zwischen 8k und 16k sein. Gleichzeitig ärgert mich, dass ich mit 26 noch relativ wenig gespart habe und die Zeit nutzen sollte für Compound Interest und so.
Meine Situation: Ich hab keine großen Schulden, meine Miete ist okay, aber die Heizkosten sind diesen Herbst wieder gestiegen. Kleinere Reparaturen am Auto kamen unerwartet. Deshalb frag ich: Macht es Sinn, erst auf 12k zu sparen und DANN mit ETFs zu starten? Oder sollte ich parallel anfangen und dann einfach flexibel erhöhen?
Welche praktische Größe habt ihr gewählt? Und wie habt ihr das mit dem Sparbeginn kombiniert?
Hi Jonas,
good question. Ich würde sagen: Für dein Alter und deine Situation reichen 3-4 Monatsgehälter völlig aus. Das sind bei dir wohl um die 9-11k – greifbar in absehbarer Zeit.
Das Wichtigere ist, parallel damit anzufangen, schon kleine ETF-Sparpläne zu laufen zu lassen. Auch 50-100€ monatlich machen über die Jahre einen echten Unterschied. Ich hab das lange hinauszögert und später gemerkt: Die verlorenen 2-3 Jahre sind nicht mehr reinzuholen.
Mein Tipp: Erst auf 6-7k sparen (3-4 Monate), parallel schon 50€/Monat in einen breit gestreuten ETF. Das gibt dir psychologisch auch Sicherheit und Momentum. Nach unserem Jobwechsel letztes Jahr hab ich gemerkt, dass diese "Lähmung" beim Entscheidungstreffen oft teurer ist als die 0,5% extra-Notgroschen.
Focus auf: Fixkosten durchleuchten (Versicherungen, Abos, Verträge – da spart man oft 50-80€ pro Monat) und das gesparte Geld direkt in die ETF-Quote.
Viel Erfolg!