Hallo zusammen,
nach 40 Jahren im Berufsleben bin ich jetzt im Ruhestand und überlege mir, wie ich mein angesparten Ersparnisse am sinnvollsten anlege. Ich habe immer viel Zeit für Vergleiche investiert – bei Kreditkarten, Reiseangeboten, und jetzt auch bei der Geldanlage.
Mein Sohn fragt mich gerade, ob er mit seinem ersten richtigen Gehalt in einen Robo-Advisor gehen soll oder selbst ein Portfolio aufbauen sollte. Das hat mich selbst nachdenklich gemacht: Wie sieht der Kostenvergleich 2026 wirklich aus? Robo-Advisor versprechen automatisierte Verwaltung und Rebalancing – aber zahlt man dafür nicht drauf gegenüber einem selbst zusammengestellten ETF-Portfolio?
Ich bin kein Anfänger in Finanzfragen, aber bei den vielen neuen Anbietern und Gebührenmodellen verliere ich langsam den Überblick. Manche Robo-Advisors werben mit pauschal 0,5%, andere mit dynamischen Gebühren. Und beim DIY-Ansatz muss man ja auch Depot-Gebühren, ETF-TERs und möglicherweise Transaktionskosten rechnen.
Wer hat da aktuelle Erfahrungen? Lohnt sich die Automatisierung wirklich für Rentner wie mich, oder bin ich mit einem einfachen ETF-Sparplan besser bedient?
Nach meiner 15-Jahre-Pause bin ich gerade wieder in so Fragen reingestiegen, und ehrlich gesagt: Robo-Advisors sind verlockend, aber teuer für das, was sie bieten. Ich baue mir gerade selbst ein Portfolio auf und nutze einfache Index-ETFs. Die Kostenersparnis ist real, und heutzutage sind Broker-Oberflächen so benutzerfreundlich, dass auch Anfänger zurechtkommen. Für dein Alter, Hans, würde ich auch eher DIY sagen.
Hans, da sprichst du einen wichtigen Punkt an. In meinen 30 Jahren bei der Bank habe ich viele Kunden beobachtet – und festgestellt: Die Gebühren fressen tatsächlich auf. Ein guter Robo-Advisor mit 0,5% p.a. kostet bei 100k Vermögen jährlich 500 Euro. Ein selbstgemachtes 4er-ETF-Portfolio mit durchschnittlich 0,15% TER + eventuell 10 Euro Kontoführung kostet kaum mehr als 150–200 Euro im Jahr.
Für Rentner wie dich würde ich eher zum DIY-Ansatz raten – du hast Zeit, das ist deine größte Ressource. Rebalancing 1x jährlich ist völlig ausreichend, und moderne Broker sind kostengünstig geworden. Die 300 Euro Differenz jährlich summieren sich über 20 Jahre auf ein stattliches Sümmchen.