Hallo zusammen,
ich bin Stefan K., Projektmanager, und kämpfe seit zwei Jahren gegen drei Konsumkredite an. Zusammen noch ca. 18k€ Restschuld, durchschnittlich 5,5% Zinsen. Mein Brutto ist ordentlich, aber der Job ist stressig und unregelmäßig – manchmal Überstunden, manchmal weniger Schichten.
Meine Frage: Ich habe gerade eine Strategieänderung überlegt. Statt jeden Euro in die monatliche Quote zu stecken, dachte ich, einen Teil (sagen wir 200-300€ monatlich) auf ein Tagesgeldkonto mit aktuell 3,5% Zinsen zu packen. Die Idee: Wenn ich dann in stressigen Phasen weniger verdiene oder unerwartete Ausgaben kommen, habe ich einen Puffer. Und wenn ein paar Monate gut laufen, nutze ich die Tagesgeld-Ersparnisse für eine Sondertilgung.
Ist das sinnvoll oder verliere ich Zeit? Sollte ich alles in die Kredittilgung hauen? Die psychologische Last ist real – ich möchte das endlich hinter mir haben. Gleichzeitig weiß ich, dass ich ohne Puffer in Stress-Situationen wieder neue Schulden mache.
Wie würdet ihr das angehen?
Stefan, das klingt nach einem praktischen Mittelweg. Mit drei Krediten parallel und stressigem Job ist ein Puffer sinnvoll – gerade wenn du gesehen hast, dass dir ohne einen Sicherheitspuffer neue Schulden drohen. Die 3,5% auf dem Tagesgeld schlagen die durchschnittlichen 5,5% deiner Kredite nicht, stimmt. Aber die psychologische Entlastung und der Schutz vor neuen Schulden ist oft mehr wert als eine reine Renditeoptimierung. Mein Vorschlag: Baue dir einen kleinen Notgroschen (2-3 Monatsgehälter) auf dem Tagesgeld auf – dann bleibst du stabil – und alles, was darüber hinausgeht, fließt monatlich in die höchsten Kreditzinsen. Das entspricht auch meiner Erfahrung aus früheren Zeiten, als ich selbst mit weniger strukturiertem Einkommen lebte. Wie lange hast du noch ungefähr, bis die Kredite weg sind?