Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiver mit Einzelaktien im Bereich Seltene Erden, speziell mit kleineren Bergbauunternehmen, die noch in der Explorationsphase oder im frühen Produktionsaufbau stecken. Was mich dabei immer wieder ins Stocken bringt: Wie bewertet ihr eigentlich das operative Risiko konkret?
Bei klassischen Unternehmen schau ich mir Cashflow, EBITDA, Verschuldungsgrad an – das klappt halbwegs. Aber bei einem Explorer, der noch keine nennenswerten Einnahmen hat, greifen diese Kennzahlen kaum. Stattdessen stehe ich vor Begriffen wie JORC-Ressourcenschätzung, all-in sustaining costs oder Machbarkeitsstudien (PFS, DFS) und bin mir nicht sicher, wie verlässlich diese Angaben in der Praxis wirklich sind.
Dazu kommt: Viele dieser Unternehmen sitzen in politisch eher unsicheren Regionen, brauchen noch Genehmigungen, oder die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Wie gewichtet ihr das im Vergleich zueinander?
Gibt es eine Art Checkliste oder Bewertungsrahmen, den erfahrene Anleger hier nutzen? Ich frage mich auch, ob man bei kleinen Bergbauunternehmen überhaupt sinnvoll diversifizieren kann, ohne dass das Depot komplett unübersichtlich wird.
Freue mich über jeden konkreten Hinweis, gerne auch mit Verweis auf Quellen oder Tools.
Danke, Thomas