Wie TobiasK92 oben schreibt, ist das Fondsvolumen wirklich ein wichtiger erster Filter. Ich würde das noch ergänzen: schaut euch die TER genau an. Gerade bei Nischen-ETFs sehe ich häufig Kostenquoten von 0,65% aufwärts, was langfristig erheblich zu Buche schlägt, wenn die Performance des Segments ohnehin schon schwankend ist.
Ich selbst hab mich vor einiger Zeit intensiver mit Rohstoff-ETFs beschäftigt und finde, dass man bei Seltenen Erden zusätzlich auf die Herkunftsstruktur der Indexmitglieder achten sollte. Wenn 60-70% der Positionen in chinesischen oder chinesisch kontrollierten Unternehmen stecken, hat man das Geopolitikrisiko nicht wirklich weggstreut – man hat es nur in eine ETF-Verpackung gesteckt. Das ist kein Argument gegen das Investment, aber man sollte es bewusst eingehen.
Bei der Anbieterfrage finde ich Transparenz gegenüber dem Emittenten wichtiger als den Namen selbst: Veröffentlicht der Anbieter regelmäßig Holdings? Gibt es eine nachvollziehbare Indexmethodik? Ist das Produkt UCITS-konform? Das sind für mich Mindeststandards.