Hi zusammen, ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Finanzoptimierung und bin da eher auf der Konto- und Versicherungsseite zuhause. Aber jetzt bin ich auf die Rohstoffthematik gestoßen und hab ne grundsätzliche Frage zu Platin und Palladium.
Ich verstehe, dass beide Edelmetalle in der Katalysatortechnik verwendet werden, aber mir ist nicht ganz klar, wie die zukünftige Nachfrage sich unterscheidet – gerade im Kontext von Elektromobilität. Palladium scheint mir momentan höher im Preis zu sein, aber ist das ein Zeichen von Knappheit oder eher von zu hoher Bewertung?
Meine Überlegung: Falls ich eine kleine Position aufbauen will (vielleicht 2-3% des Depots als Beimischung), macht es Sinn, beide zu halten oder sollte ich mich auf eines konzentrieren? Oder sind das eher spekulative Positionen, die für jemanden wie mich, der auf Gebührensparnis und solide Strukturierung achtet, gar nicht relevant sind?
Freue mich auf erfahrene Inputs!
Hallo Markus W., gute Frage! Ich würde ehrlich sagen: Bei 2-3% Beimischung würde ich mich da nicht zu sehr reinsteigern. Beide Metalle sind stark von Industrienachfrage und Automobilkonjunktur abhängig – Palladium sogar noch stärker wegen der Katalysatoren. Die Elektromobilität wird langfristig eher drückend wirken, nicht fördernd.
Der aktuelle Preisunterschied ist weniger ein Knappheitssignal als vielmehr historische Preisentwicklung. Palladium hatte seine Hochphase, Platin ist eher unterbewertet.
Meine Sicht: Wenn du eine kleine Rohstoffbeimischung willst, dann eher Gold oder Silber – simpel zu handeln, günstiger in den Gebühren über ETFs. Für Platin/Palladium brauchst du spezielle Produkte mit höheren Kosten. Das passt nicht zu deinem Gebührensparagnis-Ansatz, vermute ich. Besser du konzentrierst dich auf dein bewährtes Portfolio – da kennst du dich aus und das zahlt sich langfristig aus.