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Ratenkredit für Terrassenprojekt: Wann lohnt variabler Zins überhaupt?

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Marco Kellner
Beiträge: 15
Themenstarter
(@marco_198792)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#36]

Hallo zusammen,

ich plane gerade eine größere Terrassenüberdachung mit integrierter Beschattung – Stichwort Sommerprojekt, die Hitze der letzten Wochen hat mich endgültig überzeugt. Kosten werden so um die 18.000-22.000 Euro liegen je nach Angebot, ich habe noch drei Angebote ausstehen.

Jetzt zum eigentlichen Thema: Ich vergleiche gerade Finanzierungsangebote und stoße immer wieder auf variable vs. feste Zinsbindung. Bei einem Ratenkredit über sagen wir 20.000 Euro mit 5 Jahren Laufzeit – macht ein variabler Zinssatz überhaupt Sinn? Ich verstehe das Prinzip theoretisch, aber mir ist nicht klar, wann der variable Zins wirklich vorteilhaft ist und wann er mich in die Bredouille bringt.

Aktuell sehe ich Angebote mit festem Zins zwischen 4,1% und 5,3% effektiv. Variable Angebote starten günstiger, aber wie sehr kann der sich nach oben bewegen? Gibt's da eine Obergrenze oder bin ich da komplett dem Markt ausgeliefert?

Was mich außerdem beschäftigt: Wenn ich z.B. in 2 Jahren die Möglichkeit hätte, größere Sondertilgungen zu leisten (mögliche Gehaltserhöhung, Bonuszahlungen), ändert das die Kalkulation grundlegend?

Ich bin kein Finanzprofi, also bitte nicht zu technisch wenn möglich. Danke schon mal!


5 Antworten
Martin Schröder
Beiträge: 8
(@vorsorgepro38)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Da muss ich CryptoSaver41 ein bisschen widersprechen – ob jemand einen Kredit für eine Terrassenüberdachung aufnehmen möchte ist seine persönliche Entscheidung, das ist nicht Gegenstand der Frage. Die Frage war variabel vs. fest.

Zur Sache: Variable Ratenkredite werden im Privatkundenbereich ohnehin selten angeboten, und wenn, dann meistens mit monatlicher oder quartalsweiser Zinsanpassung. Das ist für eine 5-jährige Finanzierung wirklich schwer kalkulierbar. Aus meiner Sicht: Festzins zwischen 4,1-5,3% bei aktuellen Marktverhältnissen ist vertretbar für diese Laufzeit.

Sondertilgungsrecht: Absolut in den Vordergrund stellen beim Vergleich. Manche Banken erlauben 5% der Restschuld pro Jahr kostenlos, andere bis zu 50%, wieder andere gar nicht ohne Bearbeitungsgebühr. Das ist ein harter Vergleichsparameter den viele unterschätzen. Wenn deine Bonusoption realistisch ist, könnte sich ein Kredit mit großzügigem Sondertilgungsrecht bei einem vielleicht minimal höheren Nominalzins trotzdem mehr lohnen als das günstigste Angebot ohne diese Option.


Antwort
Heinrich B.
Beiträge: 2
(@h-brinkmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Antwort vorweg: Bei einem normalen Konsumentenkredit über 5 Jahre würde ich in der Regel immer zum Festzins raten. Variable Zinsen machen bei dieser Laufzeit und diesem Volumen kaum Sinn, weil der Vorteil beim Einstiegszins durch die Planungsunsicherheit schnell aufgefressen wird.

Zum Thema Obergrenze: Im Verbraucherkreditbereich gibt es in Deutschland tatsächlich keine gesetzliche Zinsobergrenze für variable Ratenkredite – du bist also tatsächlich dem Markt ausgeliefert, auch wenn Banken in der Praxis nicht beliebig erhöhen können ohne Kunden zu verlieren. In den Kreditbedingungen steht meistens ein Referenzindex (z.B. 3-Monats-EURIBOR) plus Marge der Bank. Lies das genau durch.

Wenn du planst, Sondertilgungen zu leisten: Achte bei Festzinskrediten explizit auf Sondertilgungsrechte im Vertrag – nicht alle Angebote erlauben das ohne Aufpreis. Das ist für deine Situation wichtiger als die Variable/Fix-Frage. Hatte dazu mal was im Effektivzinsvergleich-Thread geschrieben – da wurde auch über versteckte Kosten diskutiert, die im Kleingedruckten stecken.


Antwort
Julia K.
Beiträge: 9
(@juliak23)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich würd das ähnlich sehen wie H.Brinkmann. Variable Zinsen bei so einem überschaubaren Konsumkredit bringen eigentlich nur Stress, kein echtes Sparpotenzial.

Ein Punkt den ich noch ergänzen würde: Schau dir mal an wie sich der EURIBOR die letzten 12 Monate entwickelt hat. Der Trend ist entscheidend. Wenn der Markt gerade stabil oder leicht fallend ist, klingt variabel verlockend – aber 5 Jahre sind lang und du weißt nicht was 2028 passiert.

Beim Thema Sondertilgung: Das ist tatsächlich ein gamechangeer. Wenn du wirklich davon ausgehst, in 2 Jahren 3.000-5.000 Euro extra reinzustecken, dann rechne mal durch ob das nicht einfach ein kürzerer Festzinskredit über 3 Jahre wäre statt 5. Der Zins ist dann zwar möglicherweise minimal anders, aber du bist schneller raus. Ich hatte mal ähnliche Überlegungen zur Liquiditätsplanung im Notgroschen-Thread – Stichwort Flexibilität vs. günstige Bindung.


Antwort
Marcus B.
Beiträge: 11
(@cryptosaver41)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ehrlich gesagt frag ich mich ob das bei 18-22k nicht einfach überdacht werden sollte. Bist du sicher dass du das über Kredit finanzieren willst? Wenn man das Geld (oder einen Teil) nicht grad irgendwo sinnvoll anlegen würde, okay – aber Terrasse ist halt Konsum, das macht sich nicht bezahlt im Sinne von Wertsteigerung.

Ich will nicht nerven, aber gerade bei Sommerprojekten kommt man schnell in die Falle 'jetzt sofort' zu denken weil es heiß ist und man was will. Vielleicht einfach die Hälfte ansparen und kleineren Kredit nehmen?

Zur eigentlichen Frage: Variable macht bei Konsumkrediten fast nie Sinn außer du spekulierst auf fallende Zinsen in kurzer Zeit und kannst das Risiko tragen. Kannst du das?


Antwort
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