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Sondertilgung sinnvoll, wenn die Zinsen fallen? Meine Situation im Juli

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Klaus B.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@klaus-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#79]

Hallo zusammen,

ich habe vor knapp drei Jahren einen Immobilienkredit über 280.000 Euro zu 2,1% aufgenommen – damals das Beste, was ich bekommen konnte. Im Juli sind jetzt Rückerstattungen und ein kleinerer Erbanteil eingegangen, insgesamt knapp 18.000 Euro. Meine Hausbank hat mir gerade ein neues Angebot gemacht: Umschuldung des restlichen Betrags zu 1,7%. Das würde die Monatsrate um etwa 90 Euro senken.

Jetzt bin ich unsicher: Lohnt sich eine kräftige Sondertilgung auf den bestehenden Kredit, oder sollte ich lieber die Umschuldung machen und das Geld dann später nutzen? Ich habe gehört, dass Vorfälligkeitsentschädigungen bei Umschuldungen anfallen können – hat das jemand schon durchgerechnet?

Mein Plan war eigentlich, die 18.000 Euro langfristig zu tilgen und parallel noch einen ETF-Sparplan aufzubauen. Aber mit der neuen Zinssituation bin ich mir nicht sicher, welche Strategie wirklich Sinn macht. Wie würdet ihr das angehen?


5 Antworten
Erika H.
Beiträge: 12
(@erika-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eine wichtige Überlegung. Aus meiner Rentnersicht würde ich zunächst die Vorfälligkeitsentschädigung exakt berechnen lassen – das ist der Knackpunkt. Wenn die Entschädigung unter 500–600 Euro liegt, kann die Umschuldung trotzdem attraktiv sein, weil du 0,4% über 20+ Jahre sparst. Aber: Sondertilgung wirkt psychologisch auch entlastend und kostet nichts. Ich selbst hätte damals lieber tilgt als umgeschuldet, aber das ist sehr individuell.


Antwort
Tobias Kremer
Beiträge: 10
(@tobiask92)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz gerechnet: Bei 280k und 0,4% Differenz über restliche Laufzeit sparst du ungefähr 1.100 Euro brutto. Wenn Umschuldung unter 500 Euro kostet, rechnet sich's mathematisch. Aber: Hast du die Bonität gecheckt? Manchmal ist die Quote auch nicht sofort verfügbar. Ich würde: Beide Angebote schriftlich anfordern, alle Kosten inkl. Vorfälligkeitsentschädigung erfassen und dann EXAKT durchrechnen.


Antwort
Claudia Kramer
Beiträge: 17
(@claudiak)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Klaus, das ist genau die Frage, die ich mir auch stelle, seit ich wieder arbeite. Bei mir läuft ein ähnlicher Kredit noch mit 2,3%. Eine Faustregel, die ich gelesen habe: Wenn Umschuldungskosten unter 1% der Kreditsumme liegen und die Zinsdifferenz mindestens 0,5% beträgt, rechnet es sich. Bei dir: 280k × 0,4% = 1.120 Euro – das passt wahrscheinlich. Die Bank sollte dir die exakten Kosten schriftlich nennen. Dann ist Vergleichsrechnung möglich.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 16
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guter Punkt, Klaus. Ich würde zwei Rechnungen nebeneinander aufmachen: (A) Umschuldung – mit allen Nebenkosten – versus (B) Sondertilgung + Weiterführung. Bei (B) zahlst du auf den restlichen Betrag 2,1% statt 1,7%, aber ohne Transaktionskosten. Über die Restlaufzeit oft sehr ähnlich, wenn die Vorfälligkeitsentschädigung hoch ausfällt. Dazu: ETF-Sparplan und Kreditabbau schließen sich nicht aus – mach beides mit kleinerer Quote.


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