Hi zusammen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich meine bestehenden Kredite ablösen sollte. Hab derzeit zwei laufende Konsumkredite mit insgesamt etwa 18.000€ Restschuld – einer mit 5,2% Zinsen, der andere mit 4,8%. Beide laufen noch ca. 3-4 Jahre.
Mein Plan ist ja eigentlich, bald eine Immobilie zu finanzieren (darum optimiere ich gerade überall meine Fixkosten). Jetzt hab ich von meiner Bank ein Angebot für einen Umschuldungskredit mit 3,9% bekommen. Das klingt auf den ersten Blick attraktiv, aber ich frage mich: Rechnet sich das wirklich nach Makler- und Bearbeitungsgebühren? Oder bindet mich eine neue Finanzierung unnötig an die Bank und schadet meiner Bonität für die spätere Baufinanzierung?
Wie geht ihr das an? Welche Faktoren sind wirklich entscheidend, um die Rechnung aufzumachen?
Kurz und knapp: Vorfälligkeitsentschädigung? Die will oft jeder alte Kredit von dir, wenn du früher ablöst – da rechnet sich eine Umschuldung schnell nicht mehr.
Marco, das ist eine berechtigte Frage. Die Entscheidung zur Umschuldung sollte auf zwei Ebenen geprüft werden: erstens die reine Zinsersparnis, zweitens die langfristigen Auswirkungen auf deine Bonität.
Bei deiner Situation: Bei durchschnittlich 5% über 18.000€ spart du mit 3,9% effektiv etwa 180€ pro Jahr. Klingt gut – aber zieh davon die Bearbeitungsgebühren ab (meist 1-2% der Kreditsumme). Bleibt dir also maximal 80-100€ netto Ersparen pro Jahr.
Das kritischere Thema für deine Baufinanzierung: Eine neue Kreditanfrage verunsichert Kreditgeber. Du erhöhst deine Verbindlichkeiten momentan nicht, aber die Bank sieht eine neue Abfrage in der Schufa. Das ist nicht tragisch, wenn du ansonsten stabil wirkst – aber es verzögert deine Bonität nicht.
Mein Rat: Warte noch 6-12 Monate. Wenn die Zinsen weiter sinken, sparst du deutlich mehr. Gleichzeitig näherst du dich deinem Immobilienkauf – da willst du keinen neuen Kreditvertrag mehr offen haben. Besser: Die alten Kredite einfach ablaufen lassen und mit starker Quote bei der Immobilienfinanzierung punkten.