Hallo zusammen,
ich habe derzeit drei separate Kredite laufen: einen alten Autokredit von 2019 mit 4,8%, einen kleineren Konsumkredit mit 5,2% und einen Möbelkredit mit 6,1%. Summe insgesamt etwa 18.000€, Restlaufzeiten zwischen 2 und 4 Jahren.
Ich verfolge schon lange die Diskussionen hier im Forum und habe gemerkt, dass die Zinsen dieses Jahr teilweise gesunken sind. Jetzt frage ich mich: Macht eine Umschuldung aller drei in einen einzigen Kredit noch Sinn? Oder bin ich da schon zu spät dran, wenn die EZB möglicherweise bald wieder zieht?
Wie gehe ich da systematisch vor? Gibt es Online-Rechner, denen ich wirklich trauen kann, oder sollte ich lieber direkt mit Banken sprechen? Mich interessiert auch: Wie sehr schadet mir die Kreditanfrage in der Schufa, wenn ich bei mehreren Banken anfrage?
Wäre super, wenn jemand seine Erfahrungen mit mir teilt – ob sich das bei ihm gerechnet hat oder nicht.
Danke im Voraus!
Interessante Frage. Aus meiner Fintech-Perspektive würde ich sagen: Nutzt dafür ein strukturiertes Vergleichstool wie Smava oder Auxmoney – nicht weil ich die adsiere, sondern weil die transparent die Effektivzinsen anzeigen UND du siehst sofort, welche Bank wie schnell eine Entscheidung fällt.
DAS Wichtigste: Vorsicht bei der Schufa. Ja, mehrere Anfragen im selben Monat zählen als eine – aber nur wenn du sie als "Selbstauskunftsanfragen" gestellt hast. Manche Online-Portale machen das automatisch, andere nicht. Vor einer Bank-vor-Ort-Anfrage fragst du: "Ist das eine Bonitätsauskunft oder Selbstauskunft?"
Inhaltlich: Bei 18k würde ich auch prüfen, ob die neue Laufzeit nicht zu lang wird. Besser kurz mit höherer Rate als lange mit niedriger – die Zinsersparnis verpufft sonst.
Schnelle Antwort: Ja, rechnet sich normalerweise, wenn du bei den Effektivzinsen mindestens 1,5-2% sparst. Nein, wenn es nur 0,5% sind.
Ein Tipp zu den Banking-Apps: Viele Banken zeigen dir inzwischen direkt vorläufig, welcher Zins möglich ist, ohne dass gleich eine harte Anfrage läuft. Das spart Zeit und Schufa-belästigung.
Moin Klaus! Das ist natürlich die klassische Frage. Ich hab mich gerade mit ähnlichem beschäftigt, als ich die ganzen Kontogebühren-Debatten hier verfolgt habe.
Zum einen: Ja, mehrere Anfragen bei verschiedenen Banken machen Sinn – die zählen als "Kreditanfragen zur Selbstauskunft" wenn du sie richtig stellst und beeinflussen die Schufa weniger, wenn du alles im selben Zeitfenster (2-4 Wochen) machst.
Zum anderen würde ich vor jeder Anfrage genau rechnen: Summe der Rest-Zinskosten mit den jetzigen Krediten vs. mit dem neuen. Dazu noch Makler- oder Bearbeitungsgebühren rechnen! Bei drei Krediten könnte es auch sein, dass zwei zu halten günstiger ist als alle in eins zu packen.
Bei dir: 18.000€ mit gemischten Raten über 2-4 Jahre – da können 0,5-1% Zinsersparnis schnell 200-400€ bringen, aber nicht wenn Gebühren das auffressen.
Bin zwar mehr der Immobilien-Typ, aber Grundprinzip ist überall gleich. Bei dir ist die Sache klar: Der Möbelkredit mit 6,1% ist der Bogeyman. Der müsste weg – egal ob einzeln oder in Kombination.
Zu deiner Frage mit den Zinsen: Dass die EZB "bald wieder zieht" – daran würde ich nicht die Planung hängen. Niemand weiß das. Wichtig: Die Spreads, die Banken draufschlagen, sind gerade eher stabil. Also: Wenn die Gesamt-Effektivzinsrate jetzt besser ist, würde ich zugreifen.
Das mit den Schufa-Anfragen: Kurzfristig mehrere Anfragen sind deutlich besser als ein paar pro Woche verteilt. Die Ratingagenturen wissen, dass ihr Kreditwunsch\echt ist.