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Nach 12 Jahren Pause: Welchen Kredit nehme ich für den Neustart?

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Claudia Kramer
Beiträge: 9
Themenstarter
(@claudiak)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#53]

Hallo zusammen,

ich bin nach einer langen Familienphase gerade dabei, finanziell wieder auf eigenen Beinen zu stehen. 12 Jahre hab ich mich hauptsächlich um die Kinder gekümmert, mein Mann und ich haben vieles gemeinsam geregelt – aber jetzt möchte ich das selbst verstehen und aktiv mitgestalten.

Konkret geht es mir darum: Ich überlege, einen mittleren Betrag (so um die 8.000–12.000 Euro) für eine Weiterbildung und ein neues Arbeitszimmer zuhause aufzunehmen. Also kein Immobilienkredit, eher so ein klassischer Ratenkredit. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung mehr, wie das heute läuft. Früher war man einfach zur Hausbank gegangen, aber jetzt gibt es ja diese ganzen Vergleichsportale, Online-Banken usw.

Meine Fragen:
– Ist es sinnvoll, bei seiner alten Hausbank anzufragen, oder sollte man direkt online vergleichen?
– Worauf sollte ich als Wiedereinsteigerin besonders achten? Gibt es Fallstricke bei den Konditionen, die man leicht übersieht?
– Hat jemand Erfahrung damit, wie die Bonität bewertet wird, wenn man mehrere Jahre kein eigenes Einkommen hatte?

Ich fühle mich gerade ein bisschen wie eine Anfängerin, auch wenn ich das vor der Familienpause eigentlich ganz gut im Griff hatte. Jeder Tipp hilft mir wirklich weiter!

Viele Grüße
Claudia


8 Antworten
Petra Müller
Beiträge: 0
(@petra-muelln)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich kann zum Kreditthema selbst nicht viel beitragen, aber was das Strukturieren danach angeht: Wenn du einen Kredit hast, würde ich direkt von Anfang an eine vernünftige Tabelle aufsetzen – Raten, Restschuld, Sondertilgungen etc. Das klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied ob man das Ding im Griff hat oder sich Ende des Monats wundert warum das Konto nicht stimmt. Google Sheets reicht dafür völlig, da gibt es gute Vorlagen. Nur so als Randnotiz für den Neustart 🙂


Antwort
Markus Hoffmann
Beiträge: 0
(@markus_h88)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo Claudia,

als jemand der 20 Jahre in der Bankberatung gearbeitet hat, kann ich dir sagen: Die Hausbank ist nicht automatisch die beste Wahl, aber sie kennt deine Geschichte – das kann bei einer Bonität mit Lücke im Einkommensverlauf tatsächlich ein kleiner Vorteil sein. Moderne Kreditscorer schauen sehr mechanisch auf Einkommensnachweise der letzten Monate, da kann eine persönliche Beziehung zur Bank manchmal helfen.

Trotzdem würde ich dir empfehlen: Geh zur Hausbank, hol ein konkretes Angebot ein, und vergleich das dann mit zwei oder drei Portalen (Check24, Smava o.ä.). Wichtig: Lass dir zunächst nur Konditionsanfragen stellen, keine vollständigen Kreditanfragen – das schont deinen Schufa-Score.

Bei den Konditionen unbedingt auf den effektiven Jahreszins achten, nicht nur auf die Monatsrate. Und schau ob eine kostenfreie Sondertilgung möglich ist – das gibt dir Flexibilität wenn du wieder richtig im Beruf bist.

Die Lücke im Einkommen musst du erklären können – am besten kurz dokumentiert. Das ist absolut normal und kein Ausschlusskriterium, aber manche Sachbearbeiter brauchen da etwas Nachhilfe. Viel Erfolg beim Neustart!


Antwort
Stefan Hoffmann
Beiträge: 1
(@s-hoffmann89)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich bin selbst gerade am Vergleichen für meinen ersten Autokredit, also noch ziemlicher Einsteiger – aber was ich gelernt hab: Schau IMMER auf den effektiven Jahreszins, nicht auf die Werbezahl die die groß draufschreiben. Und frag explizit nach ob du kostenlos Sondertilgungen machen kannst, das haben mir die Leute hier auch empfohlen als ich wegen Kontogebühren gefragt hab.

Für deine Situation mit der Einkommenslücke: Ich würd vermuten dass ein Ehegatte als Mitantragsteller helfen könnte, falls das Option ist? Hab ich irgendwo gelesen.

Aber da wissen die erfahrenen User hier sicher mehr als ich 😅


Antwort
Marco Techmann
Beiträge: 5
(@marco-tech)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab mir mal spaßhalber ein Excel-Template gebaut das Kreditangebote direkt nebeneinander vergleicht – effektiver Zins, Gesamtkosten, monatliche Belastung über verschiedene Laufzeiten. Wenn du magst kann ich das Prinzip kurz skizzieren, ist nicht kompliziert.

Grundsätzlich stimme ich Petra M. zu: erst durchrechnen ob Kredit das richtige Instrument ist. Aber wenn ja, dann richtig vergleichen und nicht beim erstbesten Angebot abnicken. Ich seh das imer wieder dass Leute einfach die erstbeste Zahl nehmen ohne Alternativen zu prüfen – das kostet unnötig Geld.


Antwort
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