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Nach 12 Jahren Pause: Welchen Kredit nehme ich für den Neustart?

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Lukas Hartmann
Beiträge: 11
(@l-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Als Buchhalterin mit 20 Jahren Berufserfahrung sehe ich das etwas nüchterner als manche Vorposter: Bitte rechne erst wirklich durch, ob der Kredit sinnvoll ist, bevor du anfängst zu vergleichen.

8.000–12.000 Euro für Weiterbildung und Arbeitszimmer klingt erstmal vernünftig, aber: Was kostet dich der Kredit insgesamt? Selbst bei 5% effektivem Jahreszins über 4 Jahre zahlst du je nach Rate deutlich über 1.000 Euro Zinsen. Lässt sich ein Teil davon ansparen statt finanzieren? Gerade bei einer Weiterbildung gibt es oft auch Förderungen (Aufstiegs-BAföG z.B.) die man vorher checken sollte – das kostet keine Zinsen.

Ich sag das nicht um dich zu bremsen, sondern weil man gerade beim Neustart leicht in die Falle tappt und unnötige Kosten produziert. Kredit ist manchmal das richtige Mittel – aber eben nicht immer.

Zum Thema Einkommenslücke: Die Schufa selbst ist da weniger das Problem als die Einkommensprüfung der Bank. Falls du schon wieder Einkommen hast, auch Teilzeit, ist das oft ausreichend.


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Dennis Kellner
Beiträge: 1
(@dennis92)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Kurz zu den Onlineportalen: Smava und Check24 nutzen sogenannte bonitätsabhängige Zinsen, d.h. der beworbene Topzins gilt nur für die besten Bonitäten. Für realistische Zahlen einfach den Kreditrechner durchlaufen lassen mit deinen tatsächlichen Angaben – dann siehst du sofort was für dich rauskommt, ohne Schufa-relevante Anfrage.

Als IT-ler nutze ich da gerne auch die API-basierten Vergleichstools, aber für deinen Anwendungsfall reicht die normale Weboberfläche vollkommen. Wichtig: unterschiedliche Laufzeiten durchrechnen. Bei 8k kann eine kürzere Laufzeit günstiger sein als man denkt.


Antwort
Wolfgang Bauer
Beiträge: 5
(@wolfgang-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Claudia, ich stecke selbst gerade in einer ähnlichen Situation – Wiedereinstieg nach langer Pause, auch wenn bei mir die Gründe andere waren. Ich hab mich zuletzt viel mit FinTech-Lösungen beschäftigt und kann sagen: Plattformen wie auxmoney oder Smava sind inzwischen wirklich gut aufgestellt, auch für Leute mit atypischen Lebensläufen. Die Algorithmen dort sind teilweise flexibler als klassische Bankscorer.

Allerdings – und das ist meine ehrliche Einschätzung – würde ich bei deiner Summe (bis 12k) trotzdem mit der Hausbank starten, einfach um ein Gefühl für die eigene Verhandlungsposition zu bekommen. Den Rest dann online vergleichen.

Übrigens hab ich mich zu einem verwandten Thema mal im Bereich Geldanlage geäußert: Nach 10 Jahren Pause: Sind Uran-Aktien jetzt der richtige Wiedereinstieg? – zwar anderes Thema, aber die Grundfrage "wie steig ich wieder ein" kennt man dann doch.


Antwort
Marcus Weber
Beiträge: 0
(@marcus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Was ich aus meinen Vergleichen mitgenommen hab: Bei solchen Beträgen unter 15k ist die Zinsdifferenz zwischen den Portalen oft kleiner als man denkt, aber die Nebenkonditionen unterscheiden sich deutlich. Kostenlose Sondertilgung, Ratenpause möglich oder nicht, Bearbeitungsgebühren im Kleingedruckten – da lohnt sich der genaue Blick ins Preisleistungsverzeichnis.

Und zur Bonität nach Familienphase: Solange keine negativen Einträge in der Schufa drin sind, ist eine Einkommenslücke erstmal kein Drama. Du kannst deine Schufa-Auskunft einmal jährlich kostenlos ziehen unter schufa.de – würd ich als erstes machen bevor du irgendwo anfragst.


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