Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade systematisch mit meiner Vorsorgeplanung und bin auf die Sterbegeldversicherung gestoßen. Ehrlich gesagt bin ich mir unsicher, ob das eine sinnvolle Ergänzung zu meinem bestehenden Portfolio ist oder eher Geldverschwendung.
Meine Situation: Ich bin 42, verheiratet, zwei Kinder, arbeite als IT-Consultant und verdiene gut. Ich habe bereits eine solide BU-Versicherung, eine Risikolebensversicherung und baue systematisch ein ETF-Portfolio auf. Meine Frau arbeitet auch, wir haben keine nennenswerten Schulden.
Bei der Sterbegeldversicherung frage ich mich: Ist das nicht einfach eine klassische Versicherung, bei der die Versicherer viel verdienen und ich am Ende weniger rausbekomme, als ich eingezahlt habe? Oder gibt es konkrete Situationen, wo das wirklich Sinn macht?
Wie handhabt ihr das? Habt ihr so eine Versicherung und nutzt sie? Oder haltet ihr das für unnötig, wenn man ohnehin privat vorsorgt?
Gerne auch Erfahrungsberichte – ich versuche hier, nicht blind Versicherungen abzuschließen, sondern wirklich zu verstehen, welche Versicherungen in welcher Lebenssituation Mehrwert haben.
Guten Morgen Stefan, das ist wirklich eine gute Überlegung. Aus meinen 15 Jahren Erfahrung hier im Forum: Sterbegeldversicherungen sind weniger für Leute wie dich interessant. Die bringen was, wenn jemand niedrige Rücklagen hat und die Familie nicht in Schulden rutschen soll. Bei dir ist das anders – du hast die Risikolebensversicherung, du hast das Einkommen, du sparst systematisch. Die Makler verkaufen sowas gerne, weil die Provisionen attraktiv sind. Dein Bauch sagt dir das richtige: nicht nötig.
Hi Stefan, ich bin noch ziemlich neu hier und verstehe viel von den ganzen Versicherungsprodukten noch nicht richtig. Aber wenn ich das richtig sehe: Wenn deine Frau und du beide arbeitet und schon private Rücklagen habt, braucht ihr dann wirklich noch extra für die Beerdigung zu sparen? Das ist doch eher für Leute relevant, die weniger verdienen? Oder übersehe ich da was? 🤔
Stefan, gute Frage. Ich hab mir die Sterbegeldversicherungen mal näher angeschaut und verglichen mit Excel-Modellen. Das Problem: Die Abschlusskosten sind oft wahnsinnig hoch, real landen davon nur 40-60% in der Auszahlung. Wenn du mit deinem ETF-Portfolio kontinuierlich sparst, kommst du langfristig deutlich günstiger davon. Ein Risikolebensversicherungs-Plus reicht für die Erbschaft aus. Würde ich mir sparen und die 15-20€/Monat einfach in die MSCI-World-Position packen.
Moin Stefan, bei mir ist das einfach: Hab alle Konten und Versicherungen durchleuchtet und gemerkt, dass Sterbegeldversicherungen in der Gebührenstruktur einfach unrentabel sind. Die digitalen Vergleichstools zeigen da sehr schnell, dass man mit einem Todesfallschutz über die bestehende Lebensversicherung viel besser fährt. Kosten sparen, gleicher Schutz.