Hier ein praktisches Beispiel aus meinem Umfeld: Ein Freund musste mit 52 in den vorzeitigen Ruhestand wegen Herzbeschwerden. Die EM-Rente war eine Katastrophe – unter 800€. Seine alte BU zahlte 1.500€ monatlich. Ohne die BU hätte es eng werden können.
Also: Erwerbsminderungsrente = staatliche Minimalabsicherung. BU = individueller Schutz auf dein Leben zugeschnitten. Wer arbeitet, sollte unbedingt eine BU abschließen – EM-Rente allein reicht einfach nicht. Für dich selbst als Rentner ist das aktuell moot, aber interessant zu wissen, wie man es hätte besser machen können damals.
Guter Punkt, Heinrich – viele vermischen das. Die Erwerbsminderungsrente ist sozusagen die Notfall-Bremse des Staates: Du bekommst was, wenn du wirklich gar nicht mehr kannst. BU ist deine private Sicherung für deinen Beruf speziell.
Die zwei arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen. Wenn ich als IT-Spezialist morgen nicht mehr tippen könnte, würde meine BU zahlen – weil ich meinen Beruf nicht ausüben kann. Die EM-Rente würde vielleicht parallel laufen, aber reicht oft nicht zum Leben.
Für dich als Rentner ist das Thema eher: Was war dein Schutz damals, als du noch gearbeitet hast? Retrospektiv interessant, aber nicht handlungsrelevant mehr.
Heinrich, sehr wichtige Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe!
Der Unterschied ist erheblich: Die Erwerbsminderungsrente der Gesetzlichen ist eine Art Notfall-Fallschirm – du musst mindestens 5 Jahre eingezahlt haben und darfst maximal 3 Stunden täglich arbeiten. Leider sind die Sätze oft niedrig.
Die BU-Versicherung ist ein privater Vertrag: Sie zahlt, wenn du deinen **Beruf** nicht ausüben kannst. Das greift viel früher und mit besseren Leistungen.
Wichtig zu wissen: Wenn man Glück hat und eine gute EM-Rente bekommt, wird die oft auf die BU-Leistung angerechnet. Trotzdem braucht man beide für eine echte Absicherung – gerade berufstätige Menschen sollten beide im Portfolio haben.