Hallo zusammen, ich bin Markus und arbeite Vollzeit in einem ziemlich stressigen Job. Bisher habe ich mein Geld hauptsächlich auf Tagesgeldkonten geparkt und investiere nebenbei in ein paar Einzelaktien – das funktioniert ganz gut für mich. Jetzt denke ich aber, dass ich mich auch mal mit langfristiger Altersvorsorge auseinandersetzen sollte, bevor ich älter werde.
Ich bin etwas verwirrt wegen Rürup und Riester. Beide werden mir überall empfohlen, aber ich verstehe nicht so richtig, wo die Unterschiede liegen und welche für meine Situation besser wäre. Ich verdiene ein gutes Gehalt, bin nicht selbstständig, habe aber auch keine großen Ersparnisse im klassischen Sinne – eher eben das Tagesgeld und die paar Einzelaktien.
Wie bindet man sowas sinnvoll in eine Gesamtstrategie ein, ohne dass man dadurch zu unflexibel wird? Und welche Variante lohnt sich überhaupt noch beim aktuellen Zinsumfeld im Sommer?
Nach 40 Jahren Berufsleben kann ich dir sagen: Die Entscheidung zwischen Rürup und Riester hängt stark ab von deiner Lebensplanung. Für deine Kinder könnte eine Riester mit Kinderzulagen interessant sein, falls du welche hast. Aber wichtig ist: Schau dir die Konditionen sehr genau an, bevor du unterschreibst!
Markus, ich bin in einer ähnlichen Situation – mit 44 versuche ich gerade wieder richtig in Fahrt zu kommen. Das Thema verwirrt mich auch. Was ich bisher gelernt habe: Bei deinem Gehalt könnte eine Riester-Rente mit den Zulagen tatsächlich interessant sein, aber du solltest die Kosten genau checken. Viele Versicherungen verstecken dort massive Gebühren. Hast du schon überlegt, statt klassischer Vorsorgeprodukte einfach mehr in deine ETF-Strategie zu investieren? Das wäre flexibler und transparenter. Ich vergleiche auch regelmäßig Tagesgeldkonten, und ehrlich gesagt: Der Ertrag aus den Konten wird immer knapper. Da würde ich eher langfristig auf strukturierte Sparpläne setzen.
Markus, das ist eine wichtige Frage. Aus meiner Erfahrung bei der Bank: Als Angestellter mit gutem Einkommen ist Riester wegen der Zulagen meist attraktiver als Rürup. Rürup macht vor allem bei hohen Einkommen und entsprechend hohem Steuersatz Sinn – da sind die Beitragsvergünstigungen erheblich. Bei dir käme Riester infrage, allerdings solltest du kritisch bleiben: Die Gebührenstrukturen sind oft versteckt, und die Flexibilität leidet. Deine Strategie mit Tagesgeld und Einzelaktien könnte sogar effizienter sein. Lass dich nicht unter Druck setzen.
Kurz gesagt: Riester für deine Situation. Rürup nur wenn du irgendwann selbstständig wirst.