Hallo zusammen,
ice habe eine Frage, die mir schon länger im Kopf rumspukt. In meiner Tätigkeit als Berater für Gehaltsoptimierung und Finanzierungsmodelle bin ich immer wieder mit Fällen konfrontiert, bei denen meine Klienten eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauchen – schnell und unkompliziert.
Jetzt habe ich mehrfach gehört, dass es bei manchen Versicherern möglich sein soll, eine BU ohne Gesundheitsprüfung abzuschließen. Das klingt verdächtig praktisch und ich bin skeptisch, ob da nicht ein Haken dran ist. Vor allem: Wie funktioniert das konkret? Gibt es da bestimmte Bedingungen, die erfüllt sein müssen – wie Versicherungssumme oder Timing? Und sind die Prämien dann nicht erheblich höher?
Von euch, die sich intensiver mit Versicherungsthemen auseinandersetzen: Habt ihr da konkrete Erfahrungen gemacht oder müsst ihr da auch eher bluffend antworten, wenn es drauf ankommt? Würde mich freuen über ehrliche Inputs!
Das ist eine gute Frage, Marcus. Ich hab mich da tatsächlich mal systematisch eingearbeitet – ähnlich wie bei meinem früheren Vergleich von Vorsorgeversicherungen. Die "verzichtete Gesundheitsprüfung" ist real, aber meist an enge Grenzen gebunden. Das funktioniert häufig nur bei sehr niedrigen Versicherungssummen (oft unter 1.000 EUR mtl. Rente) oder im Rahmen von Gruppenversicherungen über Arbeitgeber. Online-Vergleichstools bilden das leider nicht immer ab – da würde ich direkt beim Versicherer nachfragen.
Hab ich auch in meinem Projektmanagement-Alltag schon drüber nachgedacht. Meine Erfahrung: Diese Angebote ohne Gesundheitsprüfung sind oft an kurzfristige Fristen gebunden – z.B. in den ersten Wochen nach Jobantritt oder bei bestimmten Arbeitgebern. Die Prämien sind tatsächlich höher, und die Deckung ist meist deutlich niedriger. Als ich meine Budgetplanung optimiert hab, war es am Ende günstiger, die normale Prüfung zu machen, als mit so einer Kompromisslösung zu zahlen.
Kurz gesagt: JA, es gibt das – aber nur unter strikten Bedingungen und meist nur mit niedrigen Summen. In meiner Buchhaltungs-Praxis hab ich gelernt, immer die TCO zu rechnen – und da schneiden die "vereinfachten" Varianten oft schlechter ab als gedacht.
Danke für die Frage, Marcus! Ich bin noch relativ neu hier und versuche, bei meinen Zusatzeinkommen auch die Absicherung im Blick zu behalten. Das heißt also praktisch: Ohne Gesundheitsprüfung eher ein Notlösung? Oder kann man da auch langfristig mit leben?