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Stock-Picking Anteil von 20% - verantwortungslos oder durchaus berechtigt?

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Lisa Weber
Beiträge: 1
Themenstarter
(@l-weber16)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen
[#49]

Hi zusammen,

beschäftige mich seit ein paar Monaten intensiver mit dem Thema Geldanlage und bin bei einer Frage etwas unschlüssig. Derzeit läuft ein ETF-Sparplan auf den MSCI World (80% meines Portfolios), was ja das Standard-Boilerplate hier im Forum ist. Soweit so gut.

Jetzt überlege ich aber, ob ich nicht 20% für Einzelaktien-Picking verwenden sollte. Hab einige Unternehmen auf dem Schirm, die ich persönlich gut kenne und deren Geschäftsmodelle ich verstehe. Denke da an so Sachen wie Microsoft, ASML oder auch deutsche Titel wie SAP.

Meine Überlegung: Mit 80% ETF bin ich breit diversifiziert, die 20% Einzelaktien könnten potentiell eine Überrendite bringen, wenn ich richtig liege. Und falls nicht, dann ist der Schaden bei nur 20% begrenzt.

In den warmen Monaten hab ich mehr Zeit mich intensiv mit Quartalszahlen und Geschäftsberichten zu beschäftigen, daher der Zeitpunkt für diese Überlegung.

Was meint ihr? Ist das ein vernünftiger Ansatz oder rede ich mir das nur ein? Sind 20% zu viel oder vielleicht sogar zu wenig für Stock-Picking?

Freue mich auf eure Einschätzungen!

Gruß
L.Weber


2 Antworten
Sandra Hoffmann
Beiträge: 2
(@s-hoffmann26)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kann Wolfgang nur zustimmen - 20% sind schon ne ordentliche Hausnummer!

Hab selbst mal versucht clever zu sein und in Einzelaktien zu investieren. Ist meistens schief gegangen, obwohl ich mir sicher war dass ich die Unternehmen kannte. Am Ende wars viel Zeitaufwand für mäßige Ergebnisse.

Wenn du unbedingt willst, dann maximal 10% und mit Stop-Loss arbeiten. Aber ehrlich gesagt: Die Zeit die du in Quartalszahlen steckst könntest du auch nutzen um mehr zu verdienen oder dich weiterzubilden. Das bringt am Ende mehr als die paar Prozent Überrendite die vielleicht rauskommen.


Antwort
Wolfgang Bauer
Beiträge: 3
(@wolfgang-bauer)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Grundsätzlich ist ein 20%-Anteil für Einzelaktien nicht unvernünftig, würde aber ein paar Punkte bedenken:

Erstens: Die Unternehmen die du nennst sind alle schon im MSCI World enthalten, teilweise sogar mit ordentlicher Gewichtung. Da machst du dann eine Art Dopplung.

Zweitens: 'Unternehmen gut kennen' ist oft trügerisch. Ich dachte auch mal ich kenne Wirecard gut... 😅

Drittens: Die meisten Studien zeigen, dass selbst Profi-Fondsmanager langfristig den Index nicht schlagen. Warum solltest du das schaffen?

Mein Vorschlag: Fang mit 10% an und schau wie es läuft. Falls du doch Talent zum Stock-Picking hast, kannst du immer noch aufstocken. Ich hab hier mal ähnlich argumentiert - lieber vorsichtig starten.

Aber komplette Ablehnung wie manche hier predigen ist auch übertrieben. Solange der Großteil im ETF bleibt ist das verkraftbar.


Antwort
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