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Immobilie finanzieren mit 30k EK - aber welche Kreditstrategie wirklich?

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Andreas Mueller
Beiträge: 11
Themenstarter
(@skeptikfinanz47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#51]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich schon länger mit dem Gedanken, eine Immobilie als Kapitalanlage zu kaufen. Hab ca. 30.000€ auf der hohen Kante und verdiene ganz ordentlich (4.200€ netto). Aber bei den aktuellen Preisen und Zinsen frag ich mich ehrlich gesagt, ob das überhaupt noch Sinn macht.

Die Banken erzählen einem ja viel, aber die wollen ja auch verkaufen. Was ich wissen möchte: Welche Finanzierungsstrategien funktionieren denn wirklich bei so wenig Eigenkapital? Vollfinanzierung? Oder lieber noch sparen bis ich mehr EK hab?

Hab auch gelesen, dass manche mehrere kleine Kredite kombinieren oder über Bausparer gehen. Klingt alles ziemlich kompliziert für mich. Und dann ist da noch die Frage: lohnt sich das bei den Zinsen überhaupt noch oder fahr ich mit ETFs besser?

Jetzt im Frühjahr denk ich sowieso mehr über solche längerfristigen Sachen nach. Aber bevor ich zur Bank renne und mir irgendwas andrehen lasse, würd ich gern eure ehrliche Meinung hören. Hat jemand Erfahrung mit sowas gemacht?


3 Antworten
Klaus Herrmann
Beiträge: 7
(@klaush42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Muss T.Hoffmann widersprechen - warten ist nicht immer die beste Strategie! Hab selbst 2023 mit ähnlich wenig EK angefangen und es läuft.

Du kannst z.B. KfW-Förderung mitnehmen bei energetischen Sanierungen. Oder über Erbengemeinschaften/Versteigerungen günstiger reinkommen. Manchmal verkaufen auch Leute unter Wert wenn sie schnell Liquidität brauchen.

Bei Vollfinanzierung musst halt schauen dass die Miete min. 70-80% der Rate deckt. Und immer Puffer für Reparaturen einkalkulieren - gerade jetzt im Frühjahr sieht man ja was über Winter alles kaputt gegangen ist.


Antwort
Frank Hoffmann
Beiträge: 12
(@frankhoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Sehe das skeptisch wie T.Hoffmann. Bei nur 30k EK trägst du viel zu viel Risiko. Inflation frisst sowieso schon die Renditen auf, und bei Immobilien kommen noch Nebenkosten, Instandhaltung, Mietausfälle dazu.

Lass dir nix einreden von wegen "Hebel" und "Fremdkapital nutzen" - das sind Verkäuferargumente. Mit deinem Einkommen machst du mit nem ETF-Sparplan über 10 Jahre wahrscheinlich mehr Rendite bei weniger Stress.

Es sei denn du willst unbedingt Vermieter werden und hast Lust auf Mieterprobleme, Reparaturen etc. Dann aber wirklich erst mehr EK ansparen.


Antwort
Thorsten Hoffmann
Beiträge: 14
(@t-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Bei 30k Eigenkapital würde ich ehrlich gesagt noch warten und weiter sparen. Die Zeiten für Immobilien-Investments sind gerade echt schwierig - hohe Zinsen, überteuerte Preise, und bei Vollfinanzierung zahlst du dich tot.

Bei deinem Einkommen könntest du in 2-3 Jahren locker auf 60-80k Eigenkapital kommen. Das macht dann wirklich einen Unterschied bei den Konditionen. Hier hab ich mal über Zwischenparken von größeren Summen geschrieben.

Alternativ kannst du ja mal durchrechnen: Bei 4.200€ netto schaffst du vielleicht 800-1000€ Rate. Das reicht für maximal 200k Kredit bei aktuellen Zinsen. Plus deine 30k = 230k Budget. Was kriegst du denn dafür in deiner Gegend?


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