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Tagesgeld bei 3,5% vs. risikobehaftete Anlagen - bin ich zu ängstlich?

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Klaus Müller
Beiträge: 12
Themenstarter
(@klaus_1972)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#52]

Moin zusammen,

ich hab seit dem Winter mein Geld hauptsächlich auf Tagesgeld liegen bei 3,5% Zinsen. Ehrlich gesagt bin ich damit ganz zufrieden - kein Stress, kein Verlustrisiko, und die Rendite ist ja auch nicht schlecht. Meine Frau meint aber ständig, ich wäre zu konservativ und würde Chancen verpassen.

Jetzt wo der Frühling da ist und ich so über die Finanzen nachdenke - die Energiekosten vom Winter waren übrigens deutlich niedriger als erwartet - frage ich mich schon: Bin ich wirklich zu ängstlich? Klar, mit Aktien oder ETFs könnte ich theoretisch mehr rausholen, aber das Risiko macht mir ehrlich gesagt Bauchschmerzen.

Ich bin 52, arbeite noch gut 13 Jahre bis zur Rente. Hab etwa 85.000€ auf verschiedenen Tagesgeldkonten verteilt. Das ist nicht mein komplettes Vermögen, aber der Großteil meiner liquiden Mittel.

Was spricht denn aktuell wirklich gegen die sichere Variante? Bei den ganzen Unsicherheiten in der Welt - Ukraine, Inflation, Zinspolitik - ist sicher doch nicht das Dümmste, oder? Oder denke ich zu kurz?

Danke für eure Einschätzungen!


3 Antworten
Markus Koch
Beiträge: 9
(@markuskoch)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann Stefan nur zustimmen. 3,5% sind zwar nett, aber real verlierst du bei der Inflation trotzdem Geld. Hatte letztes Jahr eine ähnliche Überlegung und bin auch teilweise in ETFs gegangen.

Mit 52 und 13 Jahren bis zur Rente kannst du definitiv noch etwas Risiko eingehen. Vielleicht so 60% Tagesgeld als Sicherheit behalten und 40% schrittweise in einen ETF-Sparplan? Dann hast du das Beste aus beiden Welten.

Deine Frau hat nicht ganz unrecht - zu konservativ kann auch riskant sein, wenn die Inflation deine Kaufkraft auffrisst.


Antwort
Stefan Kramer
Beiträge: 4
(@stefan8962)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey Klaus,

kann dich gut verstehen! Sicherheit ist nicht verkehrt, aber mit 52 hast du noch 13+ Jahre bis zur Rente - das ist schon ne ordentliche Zeitspanne. Beim aktuellen Inflationsniveau verlierst du real trotz der 3,5% vermutlich immer noch Kaufkraft.

Musst ja nicht alles umschichten. Vielleicht erstmal mit 20-30% in einen breiten ETF? MSCI World oder so. Das Risiko über 10+ Jahre ist historisch überschaubar, und du könntest deutlich mehr rausholen. Den Rest lässt du sicher liegen.

Bei mir ist das ähnlich gelaufen - hab auch erstmal nur teilweise umgeschichtet. Mittlerweile bin ich froh drum.


Antwort
Stefan Mueller
Beiträge: 8
(@stefan-mueller7)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hmm, ich seh das etwas kritischer als die anderen beiden. 3,5% sind im aktuellen Umfeld echt nicht schlecht, und Sicherheit hat ihren Wert. Klar, historisch waren Aktien langfristig besser, aber wer sagt denn, dass das so weitergeht?

Bei den aktuellen Unsicherheiten kann ich verstehen, dass du vorsichtig bist. Vielleicht erstmal schauen, ob die Zinsen noch länger so bleiben? Falls ja, ist Tagesgeld gar nicht so dumm.

Falls du doch was ändern willst: Maximal 20% in ETFs, nicht mehr. Mit 52 solltest du langsam risikobewusster werden, nicht risikoreicher.


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