Hallo zusammen, ich bin derzeit etwas unsicher, wie ich meine liquiden Mittel am besten strukturiere. Ich habe gerade eine größere Summe zur Seite gelegt und frage mich, ob ich diese komplett in einen ETF-Sparplan fließen lasse oder einen Teil erstmal kurzfristig parken sollte.
Als Bankkaufmann mit über 20 Jahren Erfahrung weiß ich natürlich, dass es "die" richtige Antwort nicht gibt. Trotzdem interessiert mich eure praktische Sicht: Wie handhäbt ihr das? Ich sehe da zwei Extreme – entweder man investiert alles sofort (Dollar-Cost-Averaging spricht da teilweise gegen, je nachdem wie man es sieht), oder man verteilt es über Wochen/Monate auf Tagesgeld und ETF-Sparplan.
Die aktuelle Zinslandschaft im Sommer ist ja immer noch relativ stabil. Meine Riester-Rente läuft auch schon seit Jahren, daher geht es hier um zusätzliche private Mittel. Was würdet ihr mir raten – sofort investieren oder erst parken und dann graduell aufbauen? Interessiert mich, wie ihr das bei unterschiedlichen Zielhorizonten handhabt.
Das ist eine klassische Frage, und ehrlich: Nach 20 Jahren im Bankwesen sag ich dir – es kommt auf deinen Zeithorizont an. Hast du die Summe in 5+ Jahren nicht nötig, ab rein in die ETFs. Psychologisch ist es einfacher, regelmäßig zu investieren als einmalig. Das Parken auf Tagesgeld macht Sinn nur für Geld, das du kurzfristig brauchst. Beim Aufbauen eines langfristigen Vermögens verlierst du sonst durch das Timing wertvolle Renditezeit. Meine Ruhestandsplanung zeigt: Konsistenz schlägt Perfektionismus.