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Freundin sagt, mit 1,5% Tagesgeld verliere ich trotzdem Geld - stimmt das?

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Claudia Kramer
Beiträge: 9
Themenstarter
(@claudiak)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#13]

Hallo zusammen,

bin etwas verunsichert und hoffe ihr könnt mir helfen. Ich hab seit einem Jahr meine Ersparnisse (ca. 25k) auf einem Tagesgeldkonto bei der ING mit 1,5% Zinsen. Dachte eigentlich, das ist besser als früher mit 0,01% und ich verdiene wenigstens ein bisschen dazu.

Jetzt meint meine Freundin aber, dass ich trotzdem Geld verliere wegen der Inflation. Sie hat irgendwo gelesen, dass die Inflation bei über 3% liegt und ich damit real trotzdem weniger Kaufkraft hab. Das kann doch nicht stimmen, oder? Ich meine, 1,5% ist doch immer noch besser als nichts?

Sie redet auch ständig von ETFs und so, aber ehrlich gesagt bin ich da noch nicht so bewandert. Aktien sind mir auch etwas zu riskant, hab schon genug Stress im Job.

Wie seht ihr das? Verliere ich wirklich Geld mit dem Tagesgeld? Und falls ja, was wären denn Alternativen, die nicht so riskant sind? Will mein Geld nicht verzocken, brauche es vielleicht in 2-3 Jahren für eine größere Anschaffung.

Danke schonmal für eure Hilfe!


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3 Antworten
Markus Fischer
Beiträge: 6
(@markusf_85)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Jo, deine Freundin hat recht - aber das ist trotzdem kein Grund zur Panik.

Realzins ist negativ, das stimmt schon. Aber hey, besser -1,5% als die -3% die du ohne Zinsen hättest. Und für Geld was du bald brauchst ist das völlig ok so.

Wenn du langfristig was gegen Inflation machen willst, kommst du um Aktien/ETFs nicht rum. Muss aber auch nicht alles auf einmal sein - kannst ja mal mit nem kleinen Sparplan anfangen und dich rantasten.


Antwort
Tobias Keller
Beiträge: 5
(@tobiask42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Deine Freundin hat leider recht. Wenn die Inflation bei 3% oder höher liegt und du nur 1,5% Zinsen bekommst, verlierst du real Kaufkraft. Das nennt man Realzins - der ist dann negativ.

Ein einfaches Beispiel: Was heute 100€ kostet, kostet bei 3% Inflation nächstes Jahr 103€. Deine 100€ werden aber nur zu 101,50€. Du kannst dir also weniger davon leisten.

Trotzdem ist 1,5% besser als 0%. Und für Geld, was du in 2-3 Jahren brauchst, ist Tagesgeld oft die richtige Wahl. ETFs können in dem Zeitraum auch mal 20% verlieren. Da hab ich bei meinem eigenen Umbruch vor ein paar Jahren auch erstmal vorsichtig angefangen.

Schau mal nach höher verzinsten Tagesgeld-Angeboten (gibt teilweise 3-4%) oder Festgeld für den Teil, den du sicher nicht brauchst.


Antwort
Martin Weber
Beiträge: 3
(@vorsorgeplus47)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist mathematisch korrekt - bei 1,5% Zinsen und höherer Inflation verlierst du Kaufkraft. Allerdings sollten Sie das im Kontext betrachten.

Für Ihr Liquiditätspolster und geplante Ausgaben in 2-3 Jahren ist Tagesgeld dennoch sinnvoll. Die Planungssicherheit ist wichtiger als die theoretische Rendite. Niemand kann garantieren, dass Aktien oder ETFs in diesem kurzen Zeitraum positive Renditen erzielen.

Optimierungsvorschläge:
- Prüfen Sie andere Tagesgeld-Anbieter (aktuell bis 4% möglich)
- Teilbetrag als 2-3 Jahres-Festgeld anlegen
- Nur langfristig nicht benötigte Mittel in ETFs investieren

Die Inflation ist übrigens volatil und kann auch wieder sinken. Wichtig ist eine ausgewogene Strategie je nach Anlagehorizont.


Antwort