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Verliere ich mit 1,5% Tagesgeld trotz Inflation wirklich Geld?

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Stefan Kellner
Beiträge: 11
Themenstarter
(@stefan92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#6]

Hi zusammen,

meine Freundin und ich diskutieren gerade über meine Geldanlage. Ich hab momentan etwa 25k auf einem Tagesgeldkonto mit 1,5% Zinsen und bin eigentlich ganz zufrieden damit - immerhin ist das Geld sicher und ich bekomme wenigstens etwas dafür.

Meine Freundin meint aber, dass ich trotzdem Geld verliere, weil die Inflation höher ist als die Zinsen. Sie redet ständig von "realer Kaufkraft" und dass ich mir in einem Jahr weniger davon kaufen kann als heute. Ehrlich gesagt versteh ich das nicht so ganz - ich bekomme doch mehr Geld zurück als ich eingezahlt hab?

Kann mir jemand das mal verständlich erklären? Stimmt es wirklich, dass ich mit 1,5% Zinsen bei der aktuellen Inflation Verluste mache? Und falls ja, was wären denn die Alternativen? ETFs trau ich mich noch nicht so richtig, weil da ja auch alles weg sein kann.

Bin für jeden Tipp dankbar!


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3 Antworten
Lena K.
Beiträge: 16
(@lena96)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey Stefan! Deine Freundin hat recht - das nennt sich Realzins und der ist bei dir negativ. Ich verdiene nebenbei als Freelancerin und merk das auch bei meinen Ausgaben, alles wird teurer. Vielleicht könntest du wenigstens einen Teil in einen breit gestreuten ETF packen? Muss ja nicht alles auf einmal sein. So 70/30 Tagesgeld/ETF oder so? Dann hast du trotzdem noch Sicherheit aber wenigstens eine Chance auf Inflationsausgleich.


Antwort
Lukas Hartmann
Beiträge: 11
(@l-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Deine Freundin hat grundsätzlich recht, Stefan. Bei einer Inflationsrate von aktuell etwa 3-4% und deinen 1,5% Tagesgeldzinsen machst du real betrachtet tatsächlich Verluste. Das bedeutet: Du bekommst zwar nominal mehr Geld zurück, aber dieses Geld kann weniger kaufen als vorher.

Ein simples Beispiel: Wenn ein Brot heute 2€ kostet und die Inflation 3% beträgt, kostet es nächstes Jahr 2,06€. Deine 1000€ werden zu 1015€, aber du kannst dir davon weniger Brote leisten als vorher. Die "reale" Kaufkraft sinkt um etwa 1,5% pro Jahr.

Allerdings ist Tagesgeld trotzdem nicht komplett schlecht - du hast Sicherheit und Liquidität. Für einen Teil des Vermögens (Notgroschen) ist das durchaus sinnvoll. Für längerfristige Ziele könntest du über eine diversifizierte Anlage nachdenken, musst aber das Risiko gegen die Inflationssicherheit abwägen.


Antwort
Michael Kaufmann
Beiträge: 15
(@budgetneustart)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ja, stimmt leider. Hab das gleiche Problem und bin vor nem Jahr endlich zur DKB gewechselt - auch wegen solcher Überlegungen. Real verlierst du Kaufkraft, auch wenn's auf dem Papier mehr wird. Ist halt die Krux mit sicheren Anlagen in Inflationszeiten.


Antwort