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Notgroschen aufbauen: Wieviel ist genug?

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Marcus Kaufmann
Beiträge: 17
Themenstarter
(@marcus9263)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#93]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit Jahren mit verschiedenen Finanzierungsmodellen und Anlagehorizonten – aber bei einer grundsätzlichen Frage bin ich unsicher geworden und würde gerne eure praktischen Erfahrungen hören.

Wie definiert ihr eigentlich euren persönlichen Notgroschen? Ich höre immer wieder die klassische Faustregel "3 bis 6 Monatsausgaben", aber in meiner Situation – mit laufenden Immobilienfinanzierungen und einem diversifizierten ETF-Portfolio – frage ich mich, ob das noch passt.

Mein Gedanke: Wenn ich ohnehin liquide ETFs habe und meine Kreditlinien stabil sind, brauche ich dann wirklich 6 Monatsgehälter auf dem Tagesgeld? Oder reichen 2-3 Monate plus schnell verfügbare Reserven?

Die Zinsen beim Tagesgeld sind derzeit ja noch ordentlich, aber ich frage mich, ob das Kapital langfristig nicht besser in meinem Portfolio aufgehoben wäre. Andererseits: psychologische Sicherheit hat auch einen Wert.

Wie handhabt ihr das praktisch? Gibt es da Unterschiede, ob man Immobilien finanziert oder nicht?


3 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 11
(@sparfuchs84)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Bei mir sind es eher 2-3 Monate, ehrlich gesagt. Aber ich senke regelmäßig meine Fixkosten – das ist mein echtes Sicherheitsnetz. Je weniger ich im Monat brauche, desto kleiner kann der Notgroschen sein. Und bei den aktuellen Zinsen würde ich den Rest tatsächlich eher in einen flexiblen Geldmarkt-ETF als in Tagesgeld packen, wenn du ohnehin langfristig denkst.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 10
(@markus_198849)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Marcus. Ich halte persönlich an 4-5 Monatsausgaben fest, allerdings mit einer klaren Aufteilung: 2 Monate auf dem Tagesgeldkonto (derzeit 3,3%), der Rest auf Festgeld mit Laufzeiten von 3-6 Monaten. Das gibt mir beide Sicherheiten – schnelle Verfügbarkeit bei echten Notfällen und bessere Rendite für den längerfristigen Puffer.

Bei Kreditfinanzierungen würde ich sogar eher konservativ bleiben. Wenn es mal eng wird, hilft dir dein ETF-Portfolio wenig, wenn die Märkte gerade korrigieren. Habe das damals bei meiner 110%-Finanzierung deutlich gespürt – siehe meinen früheren Thread dazu. Lieber ne sichere Reserve als gezwungen verkaufen müssen.


Antwort
Rainer M.
Beiträge: 6
(@rainer_1962)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Marcus, aus meiner langjährigen Erfahrung mit Haushaltsbudgetplanung würde ich dir folgendes empfehlen: Unterscheide zwischen "Sicherheitsreserve" und "Notgroschen". Die Sicherheitsreserve – mindestens 3 Monatsausgaben – gehört auf ein Tagesgeldkonto oder Festgeld, weil sie psychologische Stabilität gibt und schnell da sein muss. Darüber hinaus kannst du mit Positionen am Portfolio arbeiten.

Bei Immobilienfinanzierungen würde ich sogar eher großzügiger sein. Reparaturen, unerwartete Nebenkosten – die kommen gerne unerwartet. Die 6-Monats-Regel ist nicht überholt, sondern ein bewährtes Konzept. Und mal ehrlich: Mit Kreditlinien ist schneller Schluss als man denkt.


Antwort

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