Seite wählen

Freistellungsauftra...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Freistellungsauftrag richtig verteilen: Mehrere Konten, mehrere Banken?

3 Beiträge
3 Benutzer
1 Reactions
2 Ansichten
Reinhard Hoffmann
Beiträge: 0
Themenstarter
(@r-hoffmann37)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#203]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Freistellungsauftrag und bin ehrlich gesagt verwirrt, wie ich das am sinnvollsten aufteile. Ich habe derzeit drei verschiedene Konten bei unterschiedlichen Banken – bei der Sparkasse ein Tagesgeldkonto, bei der ING einen ETF-Sparplan und bei der comdirect noch etwas Festgeld. Mit über 20 Jahren im Berufsleben habe ich gelernt, dass Kontenvergleiche und bewusste Struktur eigentlich immer rentabel sind.

Meine Frage: Sollte ich meinen kompletten Freistellungsauftrag von 1.000 Euro zentral nur bei einer Bank einreichen? Oder macht es Sinn, den aufzuteilen – etwa 400 Euro hier, 600 Euro dort? Ich möchte natürlich vermeiden, dass versehentlich Kapitalerträge zu viel besteuert werden, aber andererseits will ich auch nicht unnötige Verwaltung. Wie handhabt ihr das? Gibt es da eine clevere Strategie, um wirklich alle Kapitalerträge optimal auszuschöpfen, ohne in die Falle zu tappen?

Freue mich auf praktische Tipps!


2 Antworten
Felix Müller
Beiträge: 8
(@felix_97)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Reinhard,

thank you für die detaillierte Frage – das ist ja genau das, was viele vergessen! Kurz gesagt: Ja, aufteilen macht definitiv Sinn, wenn du mehrere Konten bei verschiedenen Banken hast. Jede Bank sollte einen separaten Freistellungsauftrag erhalten, sonst riskierst du, dass Zinsen und Dividenden doppelt besteuert werden.

Mein Tipp: Schreib dir auf, welche Bank wie viel Ertrag generiert – Sparkasse eher Zinsen vom Tagesgeld, ING eher Dividenden/Kursgewinne. Dann verteilst du proportional. Bei drei Banken würde ich vielleicht so machen: 400€ Sparkasse (Tagesgeldrendite), 450€ ING (ETF-Ausschütter), 150€ comdirect (Festgeld). Die Verwaltung ist kein großer Aufwand – einfach drei Formulare ausfüllen, fertig.

Aber aufgepasst: Der Freibetrag insgesamt bleibt 1.000€ – nicht pro Bank!

Viel Erfolg!


Antwort
Ralf Brenner
Beiträge: 16
(@r-brenner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Reinhard, ich muss da etwas kritischer nachfragen: Woher kommt denn diese Angst vor doppelter Besteuerung? Das funktioniert so nicht.

Das Finanzamt hat zentrale Datenbanken – ob du einen Freistellungsauftrag bei Bank A oder Bank B machst, ist letztlich egal, solange du insgesamt nicht über 1.000€ hinausgehst. Die Banken melden das an die Finanzbehörden. Wenn du dummerweise bei drei verschiedenen Banken jeweils 1.000€ anmeldest, wird es kritisch – aber das wäre ja selbstverschuldet.

Mein Punkt: Die ganze Verteilerei bringt dir am Ende nichts, wenn du sowieso unter 1.000€ Gesamtertrag bleibst. Und wenn du drüber bist, dann ist die Aufteilung auch schnuppe, weil eh besteuert wird. Spar dir die Komplexität – einen Freistellungsauftrag bei der Hauptbank, fertig.


Antwort
Teilen: