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Freundin rechnet vor: 1,5% Zinsen minus 3% Inflation = Verlust?

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Frank Hoffmann
Beiträge: 12
Themenstarter
(@frankhoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#46]

Hi zusammen,

hab gestern mit meiner Freundin über Finanzen geredet und bin jetzt total verunsichert. Sie studiert BWL und meint, ich würde mit meinem Tagesgeld real Geld verlieren.

Ich hab ca. 15k auf einem Tagesgeldkonto bei der DKB mit 1,5% Zinsen. Dachte bisher, das ist ganz okay für meine Notreserve. Aber sie hat mir vorgerechnet: wenn die Inflation bei 3% liegt, dann verliere ich ja real 1,5% pro Jahr. Das wären bei 15k immerhin 225€ Kaufkraftverlust.

Jetzt bin ich echt am zweifeln. Ist diese Rechnung richtig? Sollte ich lieber in ETFs investieren, auch wenn das Geld als Notgroschen gedacht ist? Sie meint, selbst ein konservativer ETF wäre besser als "garantierter Verlust".

Wie seht ihr das? Macht es Sinn, wenigstens einen Teil in Geldmarkt-ETFs zu stecken? Oder übertreibt sie und 1,5% sind für die Sicherheit okay?

Bin für jeden Rat dankbar!


3 Antworten
Maximilian Kramer
Beiträge: 10
(@metallmax_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Deine Freundin hat rein rechnerisch recht - das nennt sich Realzins. Wenn Inflation höher ist als deine Zinsen, verlierst du Kaufkraft.

ABER: Bei der Notreserve geht's nicht um Rendite, sondern um Verfügbarkeit und Sicherheit. Die 15k sollen ja da sein, wenn mal die Waschmaschine kaputt geht oder du arbeitslos wirst. Da kannste nicht riskieren, dass dein ETF gerade 20% im Minus steht.

Kompromiss wäre: 6-8k als echte Notreserve aufm Tagesgeld lassen, den Rest könnteste in Geldmarkt-ETFs packen. Die haben meist bisschen mehr Rendite als Tagesgeld, sind aber auch sehr sicher und liquide. Hab ich bei meiner Erbschaft damals auch so gemacht.


Antwort
Thomas Kern
Beiträge: 10
(@thomask)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die BWL-Studentin hat schon recht mit der Kaufkraftberechnung. Real verlierst du bei 3% Inflation und 1,5% Zinsen etwa 1,5% Kaufkraft pro Jahr.

Die Frage ist: Was ist dir wichtiger - Sicherheit oder Rendite? Bei einer Notreserve sollte eigentlich Sicherheit im Vordergrund stehen. ETFs können schwanken, Geldmarkt-ETFs sind zwar stabiler als Aktien-ETFs, aber nicht so sicher wie Tagesgeld.

Alternativ könntest du schauen, ob andere Banken bessere Tagesgeld-Konditionen haben. Manche bieten noch 2,5% oder mehr für Neukunden. Das reduziert den realen Verlust schon mal.

Langfristig führt aber kein Weg an Investments vorbei, wenn du Kaufkraft erhalten willst.


Antwort
Heinz Müller
Beiträge: 9
(@sparfuchs67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ja, mathematisch stimmt das schon. Aber mach dich nicht verrückt deswegen!

Erstens: Die Inflation ist nicht konstant bei 3%. Mal ist sie höher, mal niedriger. Zweitens: Deine Freundin vergisst, dass du bei ETFs auch Verluste machen kannst. 2022 waren viele ETFs 20% im Minus - da war jedes Tagesgeld besser.

Für den Notgroschen ist Sicherheit wichtiger als Rendite. Punkt. Hab früher auch den Fehler gemacht und zu viel in risikoreiche Anlagen gesteckt.

1,5% sind aktuell okay. Klar, nicht berauschend, aber dafür schläfst du ruhig.


Antwort