Moin zusammen,
bin ehrlich gesagt ziemlich neidisch. Mein Kollege aus der IT-Abteilung hat mir letzte Woche erzählt, dass er mit Dogecoin und anderen Kryptowährungen in den letzten 2 Jahren über 300% Gewinn gemacht hat. Er meint, das wär viel besser als mein langweiliger ETF-Sparplan.
Ich spar seit 3 Jahren jeden Monat 800€ in MSCI World und hab so ca. 32k zusammen. Rendite ist okay, aber halt nicht so spektakulär. Jetzt überlege ich, ob ich vielleicht 10-20% meines Portfolios in Krypto umschichten sollte?
Mein Kollege schwört drauf und meint, bei der ganzen Inflation wären Bitcoin & Co. der beste Schutz. Er hat auch gemeint, dass jetzt im Frühjahr immer wieder neue Coins durchstarten und man früh dabei sein muss.
Kennt sich jemand mit Kryptowährungen aus? Bin 28 und kann schon etwas Risiko vertragen, aber will auch nicht alles verzocken. Ist das wirklich eine sinnvolle Ergänzung zum ETF-Sparplan oder doch nur Glücksspiel?
Danke für eure Meinungen!
Hi CryptoSaver41,
verstehe deinen Neid, aber lass dich nicht von den Erfolgsgeschichten blenden. Ich hab mich letztes Jahr intensiv mit Bitcoin beschäftigt, als ich über ETF-Alternativen nachgedacht habe.
Krypto kann durchaus als kleiner Portfolio-Baustein funktionieren, aber 10-20% sind mir zu viel. Ich würde maximal 5% empfehlen. Die Volatilität ist einfach brutal - dein Kollege erzählt dir nur von den Gewinnen, nicht von den -50% Phasen dazwischen.
Inflationsschutz ist auch so eine Sache. Bitcoin korreliert mittlerweile stark mit den Aktienmärkten, hilft also in echten Krisen oft nicht. Wenn du unbedingt willst, dann lieber nur Bitcoin statt irgendwelche Altcoins wie Dogecoin. Und niemals auf Pump oder vom Notgroschen.