Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit alternativen Anlageformen – hauptsächlich Seltene Erden und physische Sachwerte. Meine Kernanlagen laufen gut, aber ich merke, dass ich im klassischen Wertpapierbereich noch Lücken habe.
Ein Kollege hat mich jetzt überredet, mal über einen ETF-Sparplan nachzudenken. Hintergrund: Ich habe nach dem Urlaub im August noch monatlich etwa 25 Euro übrig, die ich nicht brauche und die momentan einfach auf dem Girokonto versauern. Meine Hauptinvestitionen laufen separat und sind nicht antastbar.
Jetzt meine konkrete Frage: Lohnt sich ein ETF-Sparplan ab 25 Euro im Monat überhaupt, wenn man das langfristig betrachtet? Ich habe gelesen, dass viele Broker solche kleinen Beträge mittlerweile anbieten, aber ich frage mich, ob die Transaktionskosten oder Mindestgebühren das nicht wieder zunichte machen.
Außerdem interessiert mich, ob ein MSCI World oder ein thematischer ETF – beispielsweise Rohstoff-ETFs, die zu meiner bisherigen Strategie passen würden – für einen solchen Kleinstbetrag sinnvoller wäre. Ich möchte nicht groß umstrukturieren, sondern einfach einen niedrigschwelligen Einstieg testen.
Hat jemand Erfahrungen damit, ob sich solche minimalen Sparpläne auf Jahre hinaus wirklich aufbauen oder ob das eher ein psychologisches Spielzeug bleibt? Über ehrliche Einschätzungen freue ich mich.
Kurz aus meiner Erfahrung: 25 Euro monatlich lohnt sich definitiv, wenn man den richtigen Broker wählt. Ich nutze Trade Republic, da gibt es keine Gebühren auf Sparpläne – also wirklich null. Das Geld arbeitet dann vollständig für dich, kein Cent geht für Transaktionskosten drauf.
Was den ETF angeht: Ich würde an deiner Stelle erstmal den MSCI World nehmen, nicht den thematischen Rohstoff-ETF. Du hast Sachwerte ja schon in deinem Portfolio, da wäre eine breite Streuung sinnvoller als eine Doppelung. Thematische ETFs schwanken außerdem stärker, das macht gerade bei kleinen Beträgen den Einstieg unnötig kompliziert.
Und ja, der Zinseszinseffekt funktioniert auch bei kleinen Beträgen – nur langsamer. Nach 10 Jahren mit durchschnittlich 7% Rendite wärst du grob bei 4.300 Euro. Kein Vermögen, aber auch nicht nichts. Ich hab meinen Sparplan damals auch so gestartet un ihn einfach laufen lassen, komplett automatisiert. Das ist eigentlich das Beste daran: einmal einrichten, fertig.