Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Rebalancing, besonders bei meinem Portfolio aus Sachwerten. Aktuell habe ich etwa 40% physisches Gold und Silber, 30% Immobilien-REITs, 20% Rohstoff-ETFs und 10% Bargeld als Liquiditätsreserve.
Nun stellt sich mir die Frage: Wie oft sollte man so ein Portfolio neu gewichten? Manche schwören auf quartalsweises Rebalancing, andere sagen nur einmal im Jahr reicht. Bei Sachwerten wie Edelmetallen ist ja die Volatilität oft anders als bei Aktien.
Besonders jetzt im Sommer merke ich, dass die Energiekosten für die Klimaanlage steigen und gleichzeitig überlege ich, ob ich nicht einen Teil der REITs in direkte Immobilienbeteiligungen umschichten sollte. Die Inflation macht mir nach wie vor Sorgen.
Gibt es eine Faustregel für das Rebalancing bei sachwertorientierten Portfolios? Oder richtet ihr euch eher nach bestimmten Abweichungsprozenten von der Zielallokation?
Vielen Dank für eure Erfahrungen!
Hey,
ich bin ehrlich gesagt noch nicht so tief in der Materie wie du, aber beim Thema Rebalancing kann ich aus meiner Erfahrung sagen: Zu oft rumschrauben kostet nur unnötig Gebühren. Ich mache das einmal im Jahr, meistens im Dezember wenn ich eh meine Finanzen durchgehe.
Bei deinem Portfolio würde ich eher auf Abweichungsprozente achten - so 5-10% vom Zielgewicht weg und dann erst rebalancieren. Gerade bei Gold schwankt das ja manchmal ziemlich heftig, da würdest du sonst ständig am justieren sein.
Was mich mehr beschäftigt: 40% in physischen Edelmetallen ist schon ordentlich defensiv. Hast du keine Sorge, dass das langfristig die Rendite drückt? Ich hab zwar auch etwas Gold im Depot, aber deutlich weniger.
Zum Thema direkte Immobilien vs REITs - da bin ich zwiegespalten. Direkte Immobilien bedeuten halt auch viel mehr Aufwand und weniger Flexibilität. Aber bei der aktuellen Marktlage kann ich deine Überlegungen schon verstehen.
Vielleicht erstmal das bestehende Portfolio stabilisieren bevor du große Umschichtungen machst?