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15 Jahre ETF-Sparplan, 180k erreicht - wann lohnen sich Einzelaktien?

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Markus H.
Beiträge: 19
Themenstarter
(@kontochecker89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#24]

Hi zusammen,

bin seit 2009 dabei und hab kontinuierlich in ETFs gespart. Angefangen hab ich mit 150€/Monat, mittlerweile sind es 800€. Depot steht aktuell bei knapp 180k, hauptsächlich MSCI World und Emerging Markets (70/30 Split).

Jetzt frag ich mich langsam, ob ich nicht mal über Einzelaktien nachdenken sollte. Klar, ETFs sind entspannter und ich hab damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Aber ich lese immer wieder, dass ab einem gewissen Vermögen auch Stock-Picking durchaus Sinn machen kann - sowohl zur Diversifikation als auch um eventuell bessere Renditen zu erzielen.

Meine Überlegung: Vielleicht 10-15% des Portfolios in Einzeltitel, Rest weiter ETFs. Bin aber unsicher ab welchem Vermögen das wirklich sinnvoll ist. 200k? 300k? Oder sollte ich einfach bei der bewährten ETF-Strategie bleiben?

Hab ehrlich gesagt auch keine Ahnung wie ich gute Einzelaktien finden soll. Zeitaufwand ist auch ein Faktor - arbeite Vollzeit und hab nicht unendlich Zeit für Analyse.

Wie seht ihr das? Ab welchem Vermögen habt ihr angefangen einzelne Aktien beizumischen?


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3 Antworten
Stefan Hoffmann
Beiträge: 12
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Grundsätzlich kann man schon ab kleineren Beträgen mit Einzelaktien anfangen, wichtig ist die prozentuale Gewichtung. Bei 180k könnten 15-20k in Einzeltiteln durchaus Sinn machen.

Aber: Du musst dir im Klaren sein, dass Stock-Picking sehr zeitaufwändig ist, wenn man es richtig machen will. Quartalszahlen analysieren, Geschäftsmodelle verstehen, Konkurrenzsituation bewerten - das ist kein Nebenjob.

Falls du trotzdem anfangen möchtest, würde ich mit Blue-Chip-Dividendentiteln beginnen. Microsoft, Apple, Johnson & Johnson - solide Unternehmen mit langer Historie. Oder du schaust dir Sector-ETFs an als Zwischenschritt, falls du in bestimmte Branchen investieren möchtest.

Mein Tipp: Fang klein an, sammle Erfahrungen und erhöhe dann langsam den Anteil, falls es dir liegt.


Antwort
Lena K.
Beiträge: 16
(@lena96)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hab genau die gleiche Situation wie du! Bei mir war's bei ca. 150k wo ich angefangen hab mit Einzelaktien zu experimentieren. Hab auch ähnlich wie du schon mal nach dem perfekten Zeitpunkt gefragt.

Mittlerweile hab ich etwa 12% in Einzelaktien und bin ganz zufrieden. Wichtig ist wirklich, dass du nur Geld nimmst auf das du zur Not verzichten kannst. Bei mir sind's hauptsächlich Dividenden-Aristokraten und ein paar Tech-Titel.

Zeitaufwand hält sich in Grenzen wenn du bei bekannten Unternehmen bleibst. Einmal im Quartal Zahlen checken reicht meist.


Antwort
Klaus Müller
Beiträge: 7
(@skeptikerk47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Du stellst dir die falsche Frage. Es geht nicht um das Vermögen, sondern um deine Kompetenz und Zeit. Ich hab schon mal in einem ähnlichen Thread geschrieben: Stock-Picking ist meist Zeitverschwendung.

180k sind schon ne ordentliche Summe, aber wenn du keine Ahnung von Unternehmensanalyse hast, wirst du wahrscheinlich schlechter abschneiden als deine ETFs. Die meisten Privatanleger verlieren gegen den Markt - das ist statistisch belegt.

Wenn du unbedingt willst: Maximal 5-10% zum 'Spielen', aber erwarte nicht, dass du den Markt schlägst. Deine ETF-Strategie funktioniert offensichtlich gut, warum daran rumschrauben?


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