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50k Rücklage vor Familienzuwachs - komplett in ETFs oder diversifizieren?

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Marcus Thumann
Beiträge: 9
Themenstarter
(@kreditprofi47)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#63]

Hallo zusammen,

meine Frau und ich bekommen in etwa 2 Jahren unser erstes Kind und ich mache mir langsam Gedanken über unsere Finanzstrategie. Aktuell haben wir etwa 50k auf verschiedenen Tagesgeld- und Festgeldkonten liegen. Die Zinsen sind ja momentan ganz ok (um die 3%), aber bei der Inflation ist das trotzdem eher Kapitalerhaltung als echter Vermögensaufbau.

Jetzt überlege ich, ob ich einen großen Teil davon in ETFs investieren soll. Der klassische 70/30 MSCI World/Emerging Markets Mix scheint ja der Standard zu sein. Andererseits hab ich auch schon überlegt, ob ich nicht diversifizierter rangehen sollte - also vielleicht 20k in ETFs, 15k als Notgroschen auf dem Tagesgeld lassen, 10k in ein Festgeld und die restlichen 5k in Gold oder so?

Das Problem ist: In 2 Jahren brauch ich wahrscheinlich einen Teil des Geldes für Babysachen, Elternzeit-Überbrückung usw. Gleichzeitig will ich aber auch nicht die nächsten Jahre komplett ohne Rendite dastehen. Gerade jetzt wo die Sommerhitze wieder zeigt wie wichtig es ist, langfristig zu planen (Klimaanlage war auch so eine spontane Ausgabe letztes Jahr...).

Wie würdet ihr das angehen? Komplett konservativ bleiben oder doch einen Teil investieren? Und wenn ja, wie würdet ihr die 50k aufteilen?


2 Antworten
Helmut Krause
Beiträge: 6
(@helmut_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Bei einem 2-Jahres-Horizont würde ich sehr vorsichtig sein mit ETFs. Klar, die langfristige Rendite ist besser, aber du weißt ja nicht, wo die Märkte in genau 2 Jahren stehen. Ich hab schon öfter erlebt, wie Leute zur falschen Zeit verkaufen mussten.

Mein Vorschlag: Maximum 30% in ETFs, aber wirklich nur Geld das du definitiv nicht in den nächsten 3-4 Jahren brauchst. Der Rest auf gestaffelte Festgelder - 12 Monate, 18 Monate, 24 Monate. So hast du Flexibilität und trotzdem bessere Zinsen als beim Tagesgeld. Gold würde ich bei der kurzen Laufzeit weglassen, das schwankt zu sehr.

Und denk dran: Mit Baby kommen nicht nur einmalige Kosten, sondern auch laufende. Liquidität ist Gold wert in der Situation.


Antwort
Thomas Krüger
Beiträge: 11
(@thomask92)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Sehe das anders als Helmut. 2 Jahre sind schon ein ordentlicher Zeitraum und historisch gesehen hattest du da gute Chancen auf positive Renditen bei ETFs.

Ich würde 60/40 machen: 30k in einen simplen FTSE All-World (ist günstiger als der MSCI World und besser diversifiziert) und 20k als Sicherheitspuffer auf Tagesgeld/kurzen Festgeldern. Die 30k sind dann wirklich langfristig angelegt - auch wenn das Baby kommt, lässt du die liegen.

Hatte ne ähnliche Diskussion vor paar Monaten - da ging's auch um die Balance zwischen Sicherheit und Rendite vor Familienzuwachs.


Antwort