Hallo zusammen,
bin jetzt seit 15 Jahren dabei und spare monatlich 800€ in meinen MSCI World ETF. Bin mittlerweile bei ca. 180.000€ angekommen und frage mich langsam, ob ich nicht anfangen sollte, einen Teil in Einzelaktien zu stecken.
Bisher war ich immer der ETF-only Typ, weil ich ehrlich gesagt keine Lust auf das ganze Analysieren hatte. Aber mit der Zeit wird's mir doch etwas langweilig und ich denke mir: vielleicht könnte ich ja 10-20% meines Portfolios für Einzelaktien verwenden?
Gibt es da eine Faustregel, ab welchem Vermögen das Sinn macht? Ich hab mal gehört, erst ab 500k oder so sollte man das überhaupt in Erwägung ziehen. Andererseits denke ich mir - 20.000€ für Einzelaktien wären ja auch schon ne ordentliche Summe für ein paar Positionen.
Wie seht ihr das? Bin 42 Jahre alt falls das relevant ist, und plane noch mindestens 20 Jahre bis zur Rente zu sparen. Würde mich über eure Erfahrungen freuen!
Puh, also ich hab bei ähnlichem Vermögen auch angefangen mit Einzelaktien und muss ehrlich sagen - bin zwiegespalten. Läuft teilweise gut, teilweise nicht so.
Hatte schon mal bei der Renten-Diskussion erwähnt, dass Diversifikation wichtig ist. Bei Einzelaktien machst du genau das Gegenteil.
Wenn schon, dann wirklich nur ein kleiner Teil. 5% maximal würde ich sagen.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, schon bei deinem Vermögen mit Einzelaktien anzufangen. Die 500k-Regel ist meiner Meinung nach überholt - kommt eher darauf an, wie viel Zeit du investieren willst.
Bei 180k könntest du problemlos 10-15% für Einzelaktien reservieren. Das wären dann etwa 18-27k, womit du schon ein kleines aber feines Portfolio aus 5-8 Aktien aufbauen könntest. Wichtig ist nur, dass du bereit bist, dich wirklich mit den Unternehmen zu beschäftigen.
Ich würd mit bekannten, soliden Dividendenaristokraten anfangen - da ist das Risiko überschaubar und du lernst trotzdem was über Einzelaktienanalyse.
Also ich persönlich würde bei dem Vermögen noch bei ETFs bleiben. Du machst ja offensichtlich alles richtig mit deiner Strategie!
Das Problem bei Einzelaktien ist halt: entweder machst du es richtig (viel Zeit für Analyse) oder du zockst eigentlich nur. Und bei dir klingt es eher nach Langeweile als nach echtem Interesse an Unternehmensanalyse. Das ist meist kein guter Grund.
Falls du trotzdem willst: maximal 5-10% und dann wirklich nur in Unternehmen, die du verstehst und deren Geschäftsmodell du gut findest. Aber ehrlich? ETF weiter besparen ist wahrscheinlich die bessere Wahl.