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70/30 Portfolio vs. All-World ETF - warum sollte ich mir die Mühe machen?

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Thomas Krüger
Beiträge: 7
Themenstarter
(@thomask58)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#42]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Wochen mit ETFs und bin ehrlich gesagt etwas verwirrt. Überall lese ich von diesem 70/30 Portfolio (70% MSCI World, 30% Emerging Markets), aber dann gibt es ja auch All-World ETFs die alles in einem abdecken.

Jetzt frage ich mich: Warum sollte ich mir die Mühe mit zwei separaten ETFs machen, wenn ich doch einfach einen All-World nehmen könnte? Ist das nicht einfacher beim Rebalancing und so?

Ich habe etwa 500€ monatlich für einen Sparplan zur Verfügung. Bei zwei ETFs müsste ich das ja aufteilen, bei einem All-World läuft alles über eine Position. Spart das nicht auch Orderkosten?

Gibt es irgendwelche Vorteile beim 70/30 Ansatz die ich übersehe? Oder ist das nur so ein Mythos aus der Zeit als es noch keine guten All-World ETFs gab?

Bin dankbar für eure Einschätzungen!


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3 Antworten
Felix Müller
Beiträge: 8
(@felix_97)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Muss SparFuchs da teilweise widersprechen. Ja, EM haben die letzten Jahre schlecht performed, aber das ist halt zyklisch. Genau deswegen ist Rebalancing ja sinnvoll - du kaufst automatisch das was gerade günstig ist.

Ich hab mit beiden Ansätzen experimentiert und bin bei 70/30 geblieben. Nicht wegen der Performance, sondern weil ich die Kontrolle mag. Beim All-World bist du immer der Marktkapitalisierung unterworfen.

Aber ehrlich: Für den Anfang ist All-World völlig ok. Du kannst später immer noch wechseln wenn du mehr Erfahrung hast. Hauptsache du fängst überhaupt an!


Antwort
Helmut Krause
Beiträge: 9
(@sparfuchs6787)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Seh ich anders als Claudia. All-World ist der Weg!

Warum? Weniger Aufwand, keine Rebalancing-Diskussionen, läuft einfach. Die TER-Unterschiede sind marginal und du sparst dir das ständige Nachdenken über Gewichtungen.

Die 30% EM beim 70/30 sind auch übertrieben - schau dir mal die Performance der letzten 10 Jahre an. EM haben deutlich schlechter performed als Industrieländer.

500€ auf zwei ETFs aufteilen ist umständlich und bringt keinen echten Mehrwert. All-World nimmt dir die Entscheidung ab und diversifiziert automatisch.


Antwort
Claudia Kramer
Beiträge: 17
(@claudiak)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Thomas,

gute Frage! Ich nutze seit Jahren das 70/30 Setup und kann dir die Vorteile erklären. Der Hauptgrund ist die Flexibilität beim Rebalancing. Mit zwei ETFs kannst du die Gewichtung zwischen Industrieländern und Schwellenländern selbst bestimmen.

All-World ETFs haben meist nur etwa 10-12% EM-Anteil, das 70/30 Portfolio gibt dir 30%. Historisch gesehen waren die höheren EM-Anteile langfristig rentabler, auch wenn sie volatiler sind.

Außerdem: Bei einem All-World bist du der Gewichtung des Anbieters unterworfen. Beim 70/30 kannst du selbst entscheiden - willst du mal mehr oder weniger Emerging Markets? Kein Problem.

Die Orderkosten sind heute bei den meisten Brokern vernachlässigbar. Ich zahle bei meinen beiden ETF-Sparplänen je 0,2% - macht bei 500€ monatlich gerade mal 2€ Unterschied im Jahr.

Nach 15 Jahren mit dieser Strategie kann ich sagen: Die Flexibilität war es wert.


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