Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit ein paar Wochen mit ETFs und bin ehrlich gesagt etwas verwirrt. Überall lese ich von diesem 70/30 Portfolio (70% MSCI World, 30% Emerging Markets), aber dann gibt es ja auch All-World ETFs die alles in einem abdecken.
Jetzt frage ich mich: Warum sollte ich mir die Mühe mit zwei separaten ETFs machen, wenn ich doch einfach einen All-World nehmen könnte? Ist das nicht einfacher beim Rebalancing und so?
Ich habe etwa 500€ monatlich für einen Sparplan zur Verfügung. Bei zwei ETFs müsste ich das ja aufteilen, bei einem All-World läuft alles über eine Position. Spart das nicht auch Orderkosten?
Gibt es irgendwelche Vorteile beim 70/30 Ansatz die ich übersehe? Oder ist das nur so ein Mythos aus der Zeit als es noch keine guten All-World ETFs gab?
Bin dankbar für eure Einschätzungen!
Muss SparFuchs da teilweise widersprechen. Ja, EM haben die letzten Jahre schlecht performed, aber das ist halt zyklisch. Genau deswegen ist Rebalancing ja sinnvoll - du kaufst automatisch das was gerade günstig ist.
Ich hab mit beiden Ansätzen experimentiert und bin bei 70/30 geblieben. Nicht wegen der Performance, sondern weil ich die Kontrolle mag. Beim All-World bist du immer der Marktkapitalisierung unterworfen.
Aber ehrlich: Für den Anfang ist All-World völlig ok. Du kannst später immer noch wechseln wenn du mehr Erfahrung hast. Hauptsache du fängst überhaupt an!
Seh ich anders als Claudia. All-World ist der Weg!
Warum? Weniger Aufwand, keine Rebalancing-Diskussionen, läuft einfach. Die TER-Unterschiede sind marginal und du sparst dir das ständige Nachdenken über Gewichtungen.
Die 30% EM beim 70/30 sind auch übertrieben - schau dir mal die Performance der letzten 10 Jahre an. EM haben deutlich schlechter performed als Industrieländer.
500€ auf zwei ETFs aufteilen ist umständlich und bringt keinen echten Mehrwert. All-World nimmt dir die Entscheidung ab und diversifiziert automatisch.