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ESG-ETFs bringen weniger Rendite - trotzdem nachhaltig anlegen?

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Martina K.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@martina82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#65]

Hi zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit nachhaltigen Geldanlagen und bin ziemlich hin- und hergerissen. Hab letztens gelesen, dass ESG-ETFs in den letzten 5 Jahren durchschnittlich 1-2% weniger Rendite gebracht haben als die "normalen" Welt-ETFs.

Auf der einen Seite will ich mein Geld nicht in Rüstung, Tabak oder Kohle anlegen - finde ich ethisch problematisch. Auf der anderen Seite sind das halt schon ein paar tausend Euro weniger nach 20-30 Jahren bei größeren Beträgen.

Gerade jetzt im Sommer merke ich wieder, wie wichtig Klimaschutz ist - die Hitze macht einem echt zu schaffen und man denkt schon drüber nach, wo das alles hinführt. Aber soll ich deswegen auf Rendite verzichten?

Wie macht ihr das? Habt ihr Erfahrungen mit nachhaltigen ETFs? Oder ist das am Ende nur Gewissensberuhigung und die wirklichen Probleme löse ich damit eh nicht?

Freue mich auf eure Meinungen!


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5 Antworten
Stefan M.
Beiträge: 15
(@stefan-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich investiere seit Jahren sowohl in normale als auch ESG-ETFs und kann deine Überlegungen gut nachvollziehen. Die Performance-Unterschiede sind tatsächlich da, aber nicht so dramatisch wie oft dargestellt.

Wichtig ist meiner Meinung nach die Diversifikation - ich hab etwa 70% in einem klassischen MSCI World und 30% in verschiedenen ESG-Varianten. So habe ich sowohl die Rendite als auch mein Gewissen im Blick.

Der Punkt mit dem Klimawandel ist berechtigt, aber vergiss nicht: Nachhaltige Unternehmen sind oft auch die innovativeren und zukunftsfähigeren. Tesla, Microsoft, Apple - alles Firmen, die sowohl in normalen als auch ESG-ETFs stark gewichtet sind.

Und ehrlich gesagt: Wenn dir abends beim Einschlafen unwohl ist, weil du in Kohle oder Waffen investierst, ist das die paar Prozent weniger Rendite nicht wert.


Antwort
Thomas Kellner
Beiträge: 10
(@skeptiksparer47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

ESG ist doch eh nur Greenwashing der Fondsgesellschaften. Die wollen uns teurere Produkte mit schlechterer Performance andrehen und machen ein grünes Mäntelchen drum.

Schau dir mal die Top-Holdings von ESG-ETFs an - da sind dieselben Tech-Giganten drin wie überall anders auch. Microsoft, Apple, Google - wo ist da der große Unterschied zum normalen MSCI World?

Spar dir das Geld und nimm nen günstigen All-World. Das bisschen grüne Farbe auf der Webseite ändert an der Welt garnichts.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 10
(@realist_1976)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Du solltest realistisch bleiben bei der Sache. ESG-ETFs sind hauptsächlich Marketing und Gewissensberuhigung. Die großen Probleme der Welt löst du damit nicht, und dein kleiner Beitrag macht keinen messbaren Unterschied.

Was du aber definitiv machst: Du verschenkst Rendite. Und zwar nicht nur die 1-2% jährlich, sondern über 30 Jahre gerechnet einen deutlich fünfstelligen Betrag. Bei größeren Summen kann das richtig wehtun.

Mein Rat: Nimm den besten verfügbaren ETF renditemäßig und setz dich anderweitig für Umwelt und Nachhaltigkeit ein - ehrenamtlich, durch bewussten Konsum oder gezieltes Spenden. Das ist ehrlicher und effektiver.


Antwort
Thomas Krüger
Beiträge: 7
(@thomask58)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich sehe ESG-ETFs kritisch. Hab mich mal intensiver mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass viele dieser "nachhaltigen" Fonds trotzdem fragwürdige Unternehmen enthalten. Amazon zum Beispiel - mega CO2-Footprint durch die Logistik, aber gilt als "nachhaltig" weil sie Windparks bauen.

Dazu kommt: Die Ausschlusskriterien sind oft willkürlich. Atomenergie wird ausgeschlossen, obwohl sie CO2-arm ist. Gleichzeitig sind Gasunternehmen drin, weil sie "sauberer" als Kohle sind.

Meiner Meinung nach machst du mehr für's Klima, wenn du den normalen MSCI World nimmst, die bessere Rendite erzielst und einen Teil davon für echte Klimaprojekte spendest. Wie ich schon mal geschrieben hab, ist Rendite-Optimierung erstmal das Wichtigste.


Antwort
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