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50k angelegt, Baby kommt 2027 - wie sichere Liquidität planen?

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Heinz Müller
Beiträge: 9
Themenstarter
(@sparfuchs67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#50]

Hallo zusammen,

meine Frau und ich erwarten 2027 unser erstes Kind und ich mache mir Gedanken über unsere Finanzplanung. Wir haben aktuell 50k Euro angespart, die ich größtenteils in ETFs (FTSE All-World) investiert habe. Nur etwa 10k liegen als Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto.

Jetzt frage ich mich: Sollte ich nicht mehr Geld liquide halten für die Zeit rund um die Geburt und danach? Elternzeit bedeutet ja weniger Einkommen, dazu kommen Kosten für Babysachen, evtl. größere Wohnung etc.

Wie habt ihr das gemacht? Einen Teil der ETFs verkaufen und aufs Tagesgeld? Oder reicht der Notgroschen und ich lass alles wie es ist? Ich will nicht dass wir in einer ungünstigen Marktphase verkaufen müssen.

Vielleicht noch als Info: Wir verdienen zusammen etwa 4200 netto, haben keine größeren Schulden außer der Wohnungsfinanzierung (noch 180k offen bei 1,9% Zinssatz).

Wie seht ihr das? Bin für jeden Tipp dankbar!


3 Antworten
Klaus M.
Beiträge: 10
(@realist_1976)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich Andreas widersprechen - 20-25k Liquidität sind viel zu viel bei eurer Situation. Ihr habt ein solides Einkommen und die Wohnungsfinanzierung läuft zu einem guten Zinssatz.

Mein Tipp: Belasst die ETFs wie sie sind und stockt den Notgroschen langsam auf 15k auf. Das reicht völlig. ETFs mit 15+ Jahren Anlagehorizont zu verkaufen nur wegen einem Kind? Sorry, aber das ist Kapitalvernichtung.

Elterngeld gibts ja auch noch, Kindergeld... die meisten überschätzen die Kosten massiv. Klar, Windeln und Babybrei kosten was, aber das sind keine Unsummen. Falls wirklich mal Liquidität fehlt, könnt ihr immer noch einen kleinen Teil der ETFs verkaufen - aber plant nicht von vornherein so konservativ.


Antwort
Tobias Keller
Beiträge: 8
(@tobiask42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hmm, ich seh das etwas entspannter. 10k Notgroschen sind doch okay, ihr habt ja noch fast 2 Jahre Zeit.

Würde eher schauen: was zahlt ihr für Elterngeld? Das sind ja meist 60-67% vom Netto, ist also gar nicht so dramatisch. Und die Erstausstattung... klar, kostet was, aber muss nicht gleich 15k sein wenn man clever einkauft.

Time in the market beats timing the market - das gilt auch mit Kind. Vielleicht könntet ihr einfach den ETF-Sparplan etwas reduzieren und mehr aufs Tagesgeld fließen lassen? So bleibt das investierte Geld drin und ihr baut trotzdem Puffer auf.


Antwort
Andreas W.
Beiträge: 29
(@andreas-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Aus meiner Sicht solltest du unbedingt mehr Liquidität schaffen. 10k Notgroschen sind für eine Familie mit Kind knapp bemessen - ich würde mindestens 15-20k empfehlen.

Bei der Geburt kommen schnell unvorhergesehene Kosten zusammen: Erstausstattung ist teurer als gedacht, evtl. Umzug in größere Wohnung, Elternzeit-Einkommenslücken... Da willst du nicht in die Situation kommen, ETFs bei schlechten Kursen verkaufen zu müssen.

Mein Vorschlag: Verkauf einen Teil deiner ETFs jetzt (bei hoffentlich guten Kursen) und bau den Liquiditätspuffer auf 20-25k aus. Das ist zwar nicht optimal für die Rendite, aber gibt dir Sicherheit. Nach ein paar Jahren mit Kind könnt ihr dann wieder sukzessive mehr investieren.

Ich hatte damals ähnlich gemacht und war froh über die Flexibilität. Hier hab ich schon mal über konservative Ansätze geschrieben.


Antwort