Hallo zusammen,
meine Frau und ich erwarten 2027 unser erstes Kind und ich mache mir Gedanken über unsere Finanzplanung. Wir haben aktuell 50k Euro angespart, die ich größtenteils in ETFs (FTSE All-World) investiert habe. Nur etwa 10k liegen als Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto.
Jetzt frage ich mich: Sollte ich nicht mehr Geld liquide halten für die Zeit rund um die Geburt und danach? Elternzeit bedeutet ja weniger Einkommen, dazu kommen Kosten für Babysachen, evtl. größere Wohnung etc.
Wie habt ihr das gemacht? Einen Teil der ETFs verkaufen und aufs Tagesgeld? Oder reicht der Notgroschen und ich lass alles wie es ist? Ich will nicht dass wir in einer ungünstigen Marktphase verkaufen müssen.
Vielleicht noch als Info: Wir verdienen zusammen etwa 4200 netto, haben keine größeren Schulden außer der Wohnungsfinanzierung (noch 180k offen bei 1,9% Zinssatz).
Wie seht ihr das? Bin für jeden Tipp dankbar!
Da muss ich Andreas widersprechen - 20-25k Liquidität sind viel zu viel bei eurer Situation. Ihr habt ein solides Einkommen und die Wohnungsfinanzierung läuft zu einem guten Zinssatz.
Mein Tipp: Belasst die ETFs wie sie sind und stockt den Notgroschen langsam auf 15k auf. Das reicht völlig. ETFs mit 15+ Jahren Anlagehorizont zu verkaufen nur wegen einem Kind? Sorry, aber das ist Kapitalvernichtung.
Elterngeld gibts ja auch noch, Kindergeld... die meisten überschätzen die Kosten massiv. Klar, Windeln und Babybrei kosten was, aber das sind keine Unsummen. Falls wirklich mal Liquidität fehlt, könnt ihr immer noch einen kleinen Teil der ETFs verkaufen - aber plant nicht von vornherein so konservativ.