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bAV: Welche Stellschrauben lohnen sich wirklich zur Optimierung?

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Marcus B.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@cryptosaver41)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#25]

Hey zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit meiner betrieblichen Altersvorsorge und frage mich, ob ich da wirklich alles raushole was geht. Aktuell läuft bei mir eine klassische Direktversicherung über den Arbeitgeber, monatlich werden ca. 150€ per Entgeltumwandlung reingesteckt. Der AG-Zuschuss ist seit der Pflichtregelung dabei, aber ich bin mir nicht sicher ob der wirklich die vollen 15% sind oder ob mein Chef da knapp drunter geblieben ist.

Concreto: Sollte ich den Beitrag erhöhen, oder lieber parallel was privat aufbauen? Die Freibeträge 2026 – also 4% BBG RV West – sind ja schon recht ordentlich, aber ich weiß nicht wie ich das mit meinem restlichen Depot (hab auch noch Crypto und ein paar ETFs laufen) sinnvoll verzahnen soll.

Außerdem: Lohnt es sich, beim Arbeitgeber aktiv nachzuhaken ob die einen besseren Tarif ausgehandelt haben? Ich hab gelesen dass viele Firmen da ziemlich veraltete Verträge haben die einfach so weiterlaufen.

Noch ein Punkt: Ich plane im Sommer mal generell meine Finanzen zu sortieren, bevor der Urlaub losgeht – wäre das ein guter Zeitpunkt um auch die bAV einmal komplett zu checken?

Freue mich über praktische Erfahrungen, keine Theorie-Vorlesungen bitte 😄


3 Antworten
Lisa Weber
Beiträge: 11
(@l-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Den AG-Zuschuss auf jeden Fall prüfen lassen, das ist Geld das dir sonst einfach entgeht. Ansonsten würde ich bei einem laufenden Vertrag erstmal die Kostenstruktur analysieren bevor ich den Beitrag erhöhe – schlechter Tarif mal mehr einzahlen bringt halt auch nix.


Antwort
Marcus Köhler
Beiträge: 12
(@marcus-koehler)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Der Punkt mit dem AG-Zuschuss ist absolut berechtigt, das wird tatsächlich oft einfach durchgewunken ohne genau hinzuschauen. Der Arbeitgeber muss seit 2022 auch bei Bestandsverträgen die 15% drauflegen – falls dein Chef das noch nicht gemacht hat, kannst du das schriftlich einfordern. Einfach mal die Gehaltsabrechnung genau angucken: Der bAV-Beitrag und der Arbeitgeberzuschuss sollten separat ausgewiesen sein.

Zur Frage ob erhöhen oder parallel privat: Das kommt stark auf dein Grenzsteuersatz an. Bei höherem Einkommen ist die Steuerersparnis durch Entgeltumwandlung real spürbar, aber im Rentenalter wird die Betriebsrente dann voll versteuert und ist auch sozialversicherungspflichtig (über dem Freibetrag). Das wird von vielen komplett unterschätzt.

Ich hab mich mit ähnlichen Fragen auch schon im Kontext meines Einzelunternehmens beschäftigt – als Selbstständiger sieht die Welt da nochmal anders aus, aber für Angestellte gilt: Den Tarif beim AG aktiv hinterfragen ist definitiv sinnvoll. Viele Gruppenverträge sind wirklich veraltet, da kann ein Beratungsgespräch beim Versicherer direkt einiges bringen.

Dein Sommer-Check klingt nach einem guten Plan – lieber einmal im Jahr alles auf den Prüfstand als jahrelang unreflektiert weiterlaufen lassen.


Antwort
Lena F.
Beiträge: 10
(@lenafischer)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ein bisschen kritischer als Marcus oben. Die bAV ist halt nicht für jeden die eierlegende Wollmilchsau. Gerade wenn du schon ETFs hast und auch Crypto – dann hast du ja bereits eine gewisse Basis außerhalb der klassischen Vorsorge. Die Frage ist wirklich wie flexibel du bleiben willst.

Der Haken bei der Direktversicherung: Im Krankheitsfall oder wenn du mal den Job wechselst, kann das kompliziert werden. Ich hab mich letztes Jahr intensiv mit dem Thema beschäftigt nachdem ich in einem anderen Thread über Portfoliodiversifikation diskutiert hab – da kam auch immer wieder die Frage auf wie man verschiedene Bausteine sinnvoll kombiniert.

Praktischer Tipp: Ruf direkt beim Versicherer an (nicht nur beim Arbeitgeber) und frag nach den aktuellen Konditionen und der Kostenquote des Vertrags. Da gibt es riesige Unterschiede. Manche alten Verträge fressen dir die Rendite durch hohe Verwaltungskosten komplett weg.


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