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Vermögensaufbau von Null: Wo fange ich mit Sachwerten an?

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Tobias Kern
Beiträge: 2
Themenstarter
(@tobiaskern)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#45]

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich ein bisschen von eurer Erfahrung profitieren kann. Ich bin Anfang 30 und merke gerade im Sommer, wenn man eh mehr unterwegs ist und Geld ausgibt, wie wenig ich eigentlich über langfristigen Vermögensaufbau nachgedacht habe. Bisher lebe ich mehr oder weniger in den Tag hinein, und das möchte ich ändern.

Mein Ziel ist es, irgendwie passives Einkommen aufzubauen und dabei auf Sachwerte zu setzen – also Edelmetalle, vielleicht irgendwann Immobilien, sowas in der Richtung. Ich habe schon ein bisschen gelesen, aber ich blicke ehrlich gesagt noch nicht ganz durch, was wirklich Sinn macht und was eher Hype ist.

Konkret frage ich mich:
- Womit fängt man sinnvoll an, wenn man noch kein großes Kapital hat?
- Macht es Sinn, erstmal in Silber oder Gold zu investieren, oder ist das für Anfänger eher ungeeignet?
- Wie baut man sich überhaupt eine Basis auf, bevor man in Richtung Immobilien oder andere größere Investments denkt?

Ich habe keine Schulden, aber auch keine nennenswerten Ersparnisse. Netto verdiene ich solide, gebe aber wahrscheinlich zu viel aus ohne es wirklich zu tracken.

Freue mich über jeden Tipp, egal ob groß oder klein. Danke schon mal!


8 Antworten
Markus T.
Beiträge: 3
(@kartenprofi34)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Tobias, gute Frage und ein guter Zeitpunkt zum Umdenken.

Ich beschäftige mich seit Jahren mit ETFs und Dividendenaktien, auch mit Blick auf nachhaltige Anlagen für die nächste Generation – das ist mir persönlich wichtig geworden. Mein Rat für dich als Einsteiger: Fang nicht mit Edelmetallen an, fang mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan an. Auch mit kleinen Beträgen. 50 oder 100 Euro im Monat reichen am Anfang völlig.

Gold und Silber haben ihre Berechtigung als Absicherung, aber sie bauen kein aktives Vermögen auf – sie erhalten im besten Fall den Wert. Wer passives Einkommen will, braucht Dividenden oder Mieteinnahmen. Beides kommt aber erst, wenn eine gewisse Kapitalbasis da ist.

Ich hab übrigens auch schon die Frage diskutiert, ob MSCI World oder FTSE All-World besser ist – das ist hier im Forum gut aufgearbeitet, schau da mal rein. Für den Anfang aber wirklich: Nicht zu kompliziert machen. Ein ETF, ein Sparplan, Dauerauftrag einrichten – fertig.


Antwort
Hans Weber
Beiträge: 11
(@h-weber55)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Tobias,

willkommen im Forum. Ich bin zwar aus einer anderen Generation und mein Fokus liegt eher auf sicheren Anlagen im Ruhestand, aber den Anfang, den du beschreibst, kenne ich noch gut.

Das Wichtigste zuerst: Bevor irgendwelche Sachwerte oder passives Einkommen ein Thema werden, brauchst du einen soliden Puffer. Drei bis sechs Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto – mehr nicht, aber auch nicht weniger. Erst dann macht es Sinn, über Gold, Silber oder anderes nachzudenken. Ich hab das damals auch anders gemacht und es bereut.

Gold und Silber sind kein schlechter Einstieg als Beimischung, aber sie werfen keine laufenden Erträge ab. Das sollte man wissen. Ich hab mich nach meiner Baufinanzierung intensiver damit beschäftigt, was man mit überschüssigem Kapital macht – da war Tagesgeld erstmal der klarste Schritt. Habe dazu auch in einem anderen Thread hier geschrieben, geht zwar um Lebensversicherungen, aber das Grundprinzip ist ähnlich.

Kurz gesagt: Erst Puffer, dann Basis-ETF, dann Sachwerte als Beimischung. Schritt für Schritt.


Antwort
Stefan Hoffmann
Beiträge: 15
(@s-hoffmann89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich sehe das ein bisschen nüchterner als die anderen hier.

Vermögensaufbau klingt immer gut, aber du schreibst selbst, dass du nicht weißt, wo dein Geld hingeht. Das ist eigentlich das erste Problem, nicht die Frage ob Gold oder ETF. Ich vergleiche ja gerne Zahlen und Strukturen systematisch – und wenn man keine Ahnung hat, was monatlich rausgeht, dann kann man auch keine sinnvolle Sparrate planen.

Mein Vorschlag: Erstmal drei Monate alle Ausgaben tracken. Wirklich alles. Ich hab das früher mit einer simplen Tabelle gemacht, geht auch gut mit einer App. Erst wenn du weißt, wie viel du monatlich übrig haben könntest, macht die Frage nach Sachwerten überhaupt Sinn. Ich hab das auch beim Thema Dispo vs. Ratenkredit gemerkt – ohne klare Zahlen trifft man schlechte Entscheidungen.

Das klingt vielleicht nicht so spannend wie Edelmetalle kaufen, aber es ist der ehrlichste Rat den ich dir geben kann.


Antwort
Stefan Kowalski
Beiträge: 9
(@stefan9268)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurz und direkt: ETF-Sparplan als Fundament, Immobilien-Crowdinvesting als einsteigerfreundliche Alternative zu echten Immobilien (mit überschaubaren Beträgen machbar), Edelmetalle maximal 10% vom Portfolio als Absicherung. In dieser Reihenfolge, nicht andersrum.


Antwort
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