Seite wählen

Notgroschen: 3 oder...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Notgroschen: 3 oder 6 Monate? Aus Sicht langfristiger Vermögensaufbau

8 Beiträge
8 Benutzer
0 Reactions
20 Ansichten
Thomas K.
Beiträge: 6
Themenstarter
(@thomaskeller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#78]

Hallo zusammen,

als Betriebswirt beschäftige ich mich ja intensiv mit Vermögensaufbau und Anlagestrategien, aber bei der Grundfrage des Notgroschens bin ich mir unsicher geworden. Viele geben die klassische Faustregel aus – 3-6 Monatsgehälter als Sicherheitspuffer. Nur: Je mehr ich sparen kann, desto mehr reizt mich die Idee, dieses Geld lieber in Rohstoffe oder Geldmarkt-ETFs zu stecken statt es auf dem Girokonto rumliegen zu lassen.

Meine Situation: Ich bin angestellt, stabiles Einkommen, keine großen Schulden. Aber gerade im Sommer stelle ich fest, dass sich meine Ausgaben verschoben haben – höhere Energiekosten sind vorbei, dafür kommt jetzt möglicherweise eine größere Renovierung. Inwiefern sollte ich meinen Puffer kalkulieren, wenn ich weiß, dass größere unregelmäßige Ausgaben anfallen?

Und noch eine provokative Frage: Macht es Sinn, einen Notgroschen überhaupt so passiv zu lagern, wenn man von stabilen Einkommen ausgeht? Oder ist das zu riskant gedacht?

Freue mich auf eure Perspektiven!


7 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 16
(@thomask17)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Also ich hab mich mit Konten und Finanzierungen lange auseinandergesetzt, und meine Erfahrung sagt: Der Fehler liegt darin, Notgroschen dynamisch zu betrachten. Das ist psychological Accounting – du fängst an zu rechnen, ob du das Geld nicht besser anlegen könntest. Bleib hart: 6 Monate, Tagesgeldkonto, fertig. Bei größeren Projekten wie Renovierungen zahlst du halt aus dem laufenden Einkommen, oder du sparst nebenbei auf. Das Notgroschen-Dogma existiert aus gutem Grund – gerade wenn man wie du anfängt, über Rohstoffe nachzudenken. Der Puffer schützt dich davor, Positionen in Panik zu liquidieren.


Antwort
Michael Kaufmann
Beiträge: 19
(@budgetneustart)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist tatsächlich eine interessante Perspektive. Ich hab mich früher auch gefragt, wo die Grenze zwischen Puffer und Unterbelegung ist. Bei stabilen Verhältnissen würde ich ehrlich sagen: 3 Monate sind für dich wahrscheinlich ausreichend, wenn größere Reparaturen und solche Sachen über einen separaten Sinking Fund laufen. Nur: Das Geld muss jederzeit flüssig sein – dafür würde ich es wirklich am Girokonto oder notfalls Tagesgeld lassen. Deine Minenaktien und ETFs können warten, bis der Notgroschen wirklich steht.


Antwort
Thomas M.
Beiträge: 9
(@kartenexperte47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Punkt, den du aufwirfst! Aus meiner Erfahrung als Bankangestellter würde ich dir zu 4-5 Monaten raten, wenn dein Einkommen wirklich stabil ist. Aber: Die Renovierung gehört nicht rein. Das ist separate Planung. Und zum Thema "passiv lagern vs. anlegen" – da würde ich eher realistisch sein: 1 Monat als absolute Liquidität am Giro, Rest auf Tagesgeld mit guter Verzinsung. Das gibt dir wenigstens ein paar Prozentchen zurück, ohne dass Geldmarkt-ETF-Volatilität dein Sicherheitsnetz angreift. Deine Rohstoff-Strategien haben Zeit.


Antwort
Markus Hoffmann
Beiträge: 5
(@markus_h78)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Da möcht ich widersprechen – nicht beim Notgroschen, sondern bei der Zielsetzung. Du schreibst von Renovierung und unregelmäßigen Ausgaben. Das ist kein Notgroschen mehr, das ist Projektbudgeting. Meine Erfahrung: Versteckte Kosten bei sowas sind immer höher als gedacht. Eher 6-9 Monatsgehälter für dich, bevor du in ETFs gehst. Die paar Prozent Rendite sind schnell weg, wenn du notgezwungen Positionen liquidieren musst.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: