Moin zusammen,
ich bin seit Jahren als Handwerker selbstständig tätig und merke gerade im August, dass sich bei mir privat und geschäftlich eine Menge an Abos und Mitgliedschaften angesammelt haben. Das Problem: Ich verliere komplett den Überblick, was wirklich notwendig ist und was einfach nur bequem ist.
Da sind die üblichen Verdächtigen – Netflix, Spotify, zwei verschiedene Cloud-Speicher (einer privat, einer geschäftlich), eine Fitnessmitgliedschaft, die ich kaum nutze, und diverse berufliche Softwarelizenzen für Baustellen-Management. Dazu kommen noch ein paar Versicherungsabomodelle, wo ich nicht sicher bin, ob sie im Betrieb abzugsfähig sind oder privat zahlen muss.
Meine Frage: Wie separiert ihr das sauber? Lohnt sich für Selbstständige ein anderer Ansatz als für Angestellte? Und gibt es Abos, die man aus betrieblichen Gründen behalten sollte, auch wenn sie teuer wirken?
Ich bin eher jemand, der mit Finanzierungen und Kreditmodellen für Betriebsmittel jongliert – aber diese laufenden Kleinkosten zu systematisieren, ist mir bislang durchgerutscht.
Stefan, aus meiner Bankensicht würde ich dir noch einen Blick auf die Zahlungsweisen empfehlen. Viele dieser Abos verstecken sich einfach im Geldfluss, weil sie per Lastschrift laufen und man sie nicht bewusst wahrnimmt. Das ist ähnlich wie versteckte Gebühren auf einem Girokonto – du siehst sie, wenn du explizit hinschaust. Mein Tipp: Extrahiere alle wiederkehrenden Zahlungen aus deinem Kontoauszug der letzten 3 Monate. Excel-Liste, sortieren nach Höhe. Dann anrufen und kündigen. Für geschäftliche Abos: Separate Geschäftskonten haben den Vorteil, dass sich Business und Privat nicht vermischen – auch im Steuerliche später eine Erleichterung.
Interessante Frage, Stefan. Ich merke bei vielen Rentnern ähnliches: Abos sammeln sich an, weil man sie irgendwann aktiviert und dann vergisst. Mein Tipp: Machen Sie eine komplette Liste und sortieren Sie nach Kategorie – Business, Unterhaltung, Gesundheit. Dann durchforsten Sie konsequent: Was nutzen Sie wirklich mindestens zweimal monatlich? Der Rest fliegt raus. Bei Softwarelizenzen für den Betrieb würde ich den Steuerberater fragen – da gibt's oft Sparmodelle wie Jahreslizenzen statt monatlich. Bei den privaten Streamingdiensten: Reicht wirklich Netflix UND Amazon Prime Video? Das spart oft 15-20€ monatlich. Kleine Summe pro Monat, aber übers Jahr gesehen merkt man's im Notgroschen.
Gute Frage, auch ich hab nach meiner Pause gemerkt, wie schnell sich sowas ansammelt. Die meisten Anbieter haben aktuell günstigere Jahresverträge statt monatlich – lohnt sich oft trotz höherer Summe.