Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haushaltsbudget nach Jahren mal wieder richtig zu strukturieren und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die ich gerne mit euch klären möchte: Wo lohnt sich der Griff zur Eigenmarke wirklich, und wo zahle ich am Ende drauf?
Im Supermarkt sehe ich ja überall die billigeren Varianten, aber manchmal schmeckt man den Unterschied krass – besonders bei Joghurt, Kaffee oder Käse. Da stelle ich mir die Frage: Spart man da wirklich nennenswert über das ganze Jahr hinweg? Oder ist das so eine klassische Sparillusion, bei der man dann doch wieder mehr ausgeben muss, weil die Qualität nicht passt?
Ich bin gerade dabei, alle meine Ausgaben zu erfassen und möchte nicht blind bei jedem Produkt sparen, sondern strategisch vorgehen. Gibt es da Kategorien, wo ihr sagt: "Hier greife ich immer zur Eigenmarke, das macht wirklich Sinn" – und wo würdet ihr eher warnen?
Danke für eure Erfahrungen!
Ich war auch mal in deiner Situation und hab das durchgespielt. Ehrlich gesagt: Bei mir hat sich das Tracking lohnt. Ich spar bei Dingen, wo ich keinen Unterschied schmeck (Konserven, Nudeln, Haushaltszucker), und geb lieber ein paar Euro mehr bei Sachen aus, die ich täglich brauche und wo Qualität zählt. Das Problem ist nur: Man muss wirklich erstmal 2-3 Monate tracken, um zu wissen, wo das bei dir persönlich Sinn macht. Jede Familie ist da anders. Vielleicht hilft dir ne App dabei – ich nutz da auch was, seitdem ich mich wieder mit Finanzen beschäftige. Das gibt dir schnell nen Überblick, wo die großen Hebel sind.
Im Ruhestand merkt man das am meisten, würd ich sagen. Wenn weniger Geld reinkommt, wird jeder Euro wichtig. Bei mir: Eigenmarke beim Grundstock (Konserven, TK-Gemüse, Kaffee), aber bei frischen Sachen wie Butter oder Käse – da nehm ich die Marke. Die hält länger und man wirft weniger weg. Das spart am Ende mehr, als wenn man beim Einkaufen ne Mark spart und drei Wochen später wegschmeißt.
Klaus, gute Frage! Aus meiner Bankpraxis sehe ich häufig, dass Leute bei den falschen Produkten sparen und am Ende mehr ausgeben. Meine Faustregel: Bei Grundlagen wie Mehl, Zucker, Öl – da ist Eigenmarke identisch, greif zu. Bei Milchprodukten würde ich selektiv sein, je nach Haltbarkeit. Besonders interessant: Achte auf die Menge pro Euro, nicht den Packungspreis. Und mein Tipp aus einem früheren Thread – schau dir die Sommeraktionen genauer an. Oft wird da bewusst mit Eigenmarken gelockt, obwohl die Markenprodukte im Bundle billiger sind. Systematisch tracken, dann sehen Sie schnell, wo Sie tatsächlich sparen.