Hallo RentnerPlan52,
eine berechtigte Frage, die ich mir bei meinen eigenen Überlegungen auch schon gestellt habe. Ich hab das Thema China-Abhängigkeit tatsächlich zuerst beim Notgroschen-Thema ausgeblendet, aber bei Rohstoffen kommt man da nicht drum herum.
Kurz zu deiner konkreten Frage: Ja, es gibt Möglichkeiten, aber 'ohne China-Risiko' ist eine Illusion. Selbst Unternehmen in Australien (z.B. Lynas Rare Earths) oder Kanada sind teilweise auf chinesische Verarbeitungskapazitäten angewiesen – die eigentliche Engstelle liegt nämlich weniger beim Abbau als bei der Raffinierung und Weiterverarbeitung. China kontrolliert dort über 85% der weltweiten Kapazitäten.
Was du konkret tun kannst:
- Lynas oder MP Materials (USA) als Einzelwerte beobachten – beide haben aktiv in Verarbeitung außerhalb Chinas investiert
- Thematische ETFs mit explizitem 'ex-China' Filter, wobei ich da selbst noch kein wirklich überzeugendes Produkt gefunden habe
- Den Betrag nicht zu konzentriert einsetzen, also eher 2-3 Positionen als alles auf eine Karte
Bei 5.000-8.000 Euro und Kapitalerhalt als Ziel würde ich persönlich maximal die Hälfte davon wirklich in Einzeltitel stecken und den Rest über einen breiteren Rohstoff-Ansatz streuen. Das reduziert den Hebel, aber auch das Risiko eines politischen Schocks.