Hallo zusammen,
ich bin Markus, Jahrgang 1978, und beschäftige mich erst seit ein paar Monaten ernsthafter mit dem Thema Geldanlage. Bisher lag alles auf dem Tagesgeldkonto, aber so langsam dämmert mir, dass das auf Dauer keine Strategie ist.
Ich möchte jetzt endlich mit einem ETF-Sparplan anfangen. Aber ich stehe wirklich am Anfang und weiß nicht, wo ich überhaupt anfangen soll. Es gibt so viele ETFs – MSCI World, FTSE All-World, Emerging Markets, Sektor-ETFs – das überfordert mich ehrlich gesagt. Ich will nicht tagelang Tabellen vergleichen, sondern einfach einen soliden Einstieg finden.
Paar konkrete Fragen die mich beschäftigen:
– Reicht ein einziger ETF als Anfänger, oder brauche ich von Anfang an mehrere?
– Welche Broker sind empfehlenswert für Einsteiger, besonders wenn man keine Lust auf komplizierte Oberflächen hat?
– Wie hoch sollte die monatliche Rate sein? Ich könnte 150-200€ monatlich entbehren.
– Und dann noch: Ist der Einstieg im Sommer überhaupt sinnvoll, oder warte ich lieber bis nach dem Urlaub wenn ich mehr Zeit habe?
Ich weiß, das sind vielleicht naive Fragen. Aber ich muss ja irgendwo anfangen. Bin für jeden Hinweis dankbar, besonders von Leuten die selbst mal bei Null gestartet sind.
Danke schon mal!
Hi Markus, deine Fragen sind überhaupt nicht naiv – die stellt hier jeder am Anfang, nur trauen es sich die wenigsten zu schreiben.
Kurz und ehrlich: Fang mit einem einzigen breit gestreuten ETF an. FTSE All-World oder MSCI World + Emerging Markets (der Klassiker 70/30) – beides taugt für den Einstieg. Als blutiger Anfänger würde ich das nicht verkomplizieren.
Broker: Trade Republic oder Scalable sind gerade bei Einsteigern beliebt weil die Oberfläche wirklich simpel ist. Ich selbst nutze schon länger verschiedene Kontenmodelle und hab dabei gelernt, dass man Geld auf mehrere Töpfe aufteilen sollte – hab das auch mal im Tagesgeld-Thread beschrieben: Negativzinsen auf Tagesgeld 2026 – welche Kontomodelle helfen wirklich?. Das gilt für ETFs genauso – nicht alles auf eine Karte.
150-200€ im Monat ist ne solide Rate für den Anfang. Und wegen dem Timing: bitte nicht warten. Ob du jetzt im Juni startest oder im September ändert langfristig nichts. Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute – diesen Satz hab ich erst kapiert nachdem ich selbst zu lange gezögert hab.
Einfach loslegen, Sparplan einrichten, nicht täglich ins Depot schauen. Das ist schon 80% der Arbeit.