Hallo zusammen,
ich grübel schon länger über eine Frage: Soll ich mein Depot auf mehrere Broker aufteilen oder alles bei einem lassen?
Hintergrund: Habe aktuell alles bei einem großen Online-Broker, etwa 45k investiert in ETFs. Bin soweit zufrieden, aber ich lese immer wieder von Leuten, die ihre Investments auf 2-3 verschiedene Broker verteilen.
Was spricht dafür?
- Ausfallrisiko minimieren (falls ein Broker Probleme bekommt)
- Verschiedene Konditionen nutzen (einer für Sparpläne, einer für Einzelkäufe)
- Bessere Übersicht durch getrennte "Töpfe" (z.B. langfristig vs. kurzfristig)
Was spricht dagegen?
- Mehr Aufwand bei der Verwaltung
- Höhere Kosten durch mehrere Anbieter
- Kompliziertere Steuererklärung
Wie macht ihr das? Nutzt ihr einen Broker für alles oder habt ihr aufgeteilt? Und falls aufgeteilt - nach welchen Kriterien?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen!
Ich sehe das anders. Bin seit über 20 Jahren bei derselben Direktbank und hatte noch nie Probleme. Das ganze Depot-Splitting ist in meinen Augen überflüssige Kompliziererei.
Die Wertpapiere sind Sondervermögen - selbst wenn der Broker pleite geht, gehören die dir trotzdem. Und die technischen Ausfälle halten sich in Grenzen, zumindest bei den etablierten Anbietern.
Dafür hast du bei mehreren Brokern:
- Mehrfache Fixkosten (Depotgebühren etc.)
- Mehr Passwörter und Login-Daten
- Kompliziertere Übersicht über dein Gesamtvermögen
- Aufwendigere Steuererklärung
Mein Rat: Such dir einen vernünftigen Broker mit guten Konditionen und bleib dabei. Die Zeit, die du fürs Management mehrerer Depots brauchst, investierst du besser in die Auswahl der richtigen ETFs.