Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiver mit dem Thema und komme einfach nicht zu einem klaren Ergebnis. Die klassische Aussage ist ja: Buy-and-Hold schlägt auf lange Sicht fast immer aktives Market Timing. Studien, Bücher, YouTube-Videos – alles sagt das. Aber ich frage mich trotzdem: Gibt es Situationen, in denen das aktive Eingreifen wirklich nachweislich etwas gebracht hat?
Konkreter Hintergrund: Ich hab ein relativ einfaches ETF-Portfolio, bin noch nicht so lange dabei. Jetzt im Sommer sitze ich abends nach der Arbeit öfter da und überlege, ob ich meine Sparrate anpassen oder vielleicht temporär in Geldmarkt-ETF parken soll, wenn die Märkte gerade hoch bewertet wirken. Nicht aus Panik, eher aus dem Bauchgefühl heraus, dass "jetzt" vielleicht kein idealer Einstiegspunkt für frisches Kapital ist.
Meine Frage: Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen gemacht, wo Market Timing tatsächlich funktioniert hat – oder wo ihr klar gesehen habt, dass es gescheitert ist? Ich such keine Theorie, die kenn ich schon. Mich interessieren echte Erlebnisse und Einschätzungen aus der Praxis.
Was meint ihr – lohnt es sich überhaupt, darüber nachzudenken, oder ist die Debatte komplett gestorben?