Ich muss hier mal eine etwas nüchternere Perspektive einbringen, auch wenn das vielleicht unbequem ist.
5.200 Euro netto klingt erstmal gut. Aber rechnen wir: Bei 420k + Nebenkosten ca. 460k Finanzierungssumme, 3,8% Zins, 2% Tilgung macht das eine monatliche Rate von ungefähr 2.200-2.300 Euro. Das sind rund 44% eures Nettoeinkommens allein für die Rate. Dann kommen Betriebskosten, Strom, Heizung – gerade im Sommer merkt man ja wie teuer Klimatisierung eines Hauses werden kann – Lebensmittel, Auto, Urlaub...
Die Faustregel 'nicht mehr als 30-35% des Nettos für Wohnen' wird damit deutlich überschritten. Das ist nicht automatisch ein K.O.-Kriterium, aber es lässt wenig Puffer. Was ist wenn einer von euch krank wird, in Elternzeit geht, oder schlicht den Job wechselt und erstmal weniger verdient?
Ich hab früher selbst zu konservativ gedacht – bin eher der Festgeld-Typ wie manche hier wissen – aber bei einer Vollfinanzierung ohne Pufferkapital würde ich das wirklich nochmal mit einem unabhängigen Finanzberater (kein Bankberater!) durchrechnen lassen.
Kurz und direkt: Schau dir die Gesamtkosten über die Laufzeit an, nicht nur die monatliche Rate. Bei 3,8% auf 460k zahlst du über 30 Jahre insgesamt locker 250k+ allein an Zinsen. Das ist der Kaufpreis nochmal fast zur Hälfte obendrauf.