Hallo zusammen,
ich bin Rentner und beschäftige mich gerade mit verschiedenen Finanzthemen, um mein Wissen zu erweitern. Meine Frage betrifft ein Thema, das ich im Forum mehrfach gelesen habe: Vollfinanzierungen bei Immobilienkauf.
Mich interessiert konkret: Ist es heute noch realistisch, eine Immobilie komplett ohne Eigenkapital zu finanzieren? Ich höre da unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen, das geht praktisch nicht mehr, die anderen berichten von erfolgreichen Vollfinanzierungen.
Wie sieht es mit den Zinssätzen aus? Werden sie bei 0% Eigenkapital deutlich schlechter? Und welche versteckten Risiken übersehe ich, wenn ich kein Puffer habe?
Ich freue mich auf sachliche Einschätzungen – besonders interessieren mich realistische Erfahrungen aus dem aktuellen Sommer 2024.
Kurz gesagt: Zeit ist Geld, und Vollfinanzierungen kosten viel beides. Banken mögen das nicht.
Vorsicht: Die pauschalen Empfehlungen, dass Vollfinanzierungen "kein Problem" sind, halte ich für zu optimistisch. Habe das in meinen ETF-Analysen auch gesehen – wer alles durchfinanziert, verliert jede Handlungsfreiheit. Kritisch analysiert: Der echte Zins wird schnell zum Rendite-Killer. Skepsis ist hier angebracht.
Habe das Thema mit verschiedenen Sparstrategien verglichen. Ehrlich gesagt: Wer 20–30% Eigenkapital zusammenbringt, spart im Endeffekt massiv an Zinsen. Die Budgetplanung wird leichter, die Nerven auch. Ich würde eher sparen und dann mit Eigenkapital starten – das ist die sichere Strategie.
Werner, ich muss dich warnen: Vollfinanzierungen versprechen kurzfristig Ersparnisse, verstecken aber echte Langzeitrisiken. Mit meinen 15 Jahren Erfahrung sehe ich: Kunden ohne Eigenkapital-Puffer geraten schnell in Stress, wenn Reparaturen anfallen. Die Zinsaufschläge sind real, nicht just ein Prozent – eher 0,8–1,2% obendrauf. Das ist unseriös zu verschweigen. Mein Rat: Mindestens 10–15% sparen, bevor du unterschreibst.